Bayern vernichtet atalanta mit sechs toren und schon grübeln sie über real oder city
Ein halbes Dutzend reicht. Der FC Bayern hat in Bergamo nicht einfach gewonnen – er hat Atalanta mit 6:1 demontiert, die Champions-League-Träume der Italiener in 90 Minuten pulverisiert und dem Rest Europas mitgeteilt: Wir sind wieder da, und diesmal ohne Pokal-Frust.
Schon nach zwölf Minuten war die Partie gelaufen. Josip Stanišić stand am zweiten Pfosten, stocherte den Ball über die Linie und beendete die Diskussion, ob Atalantas Manndeckung auch funktioniert, wenn der Gegner sich dreimal innerhalb von zehn Sekunden versetzt. Die Antwort lautet: nein. Michael Olise, an diesem Abend unspielbar, erhöhte mit einem Schlenzer aus 16 Metern auf 2:0. Serge Gnabry machte mit dem dritten Treffer den Halbzeit-Scherbenhaufen komplett.
Kane und neuer dürfen zuschauen – und das tut gut
Ohne Harry Kane, ohne Manuel Neuer, ohne jeden Hauch von Nervosität. Trainer Vincent Kompany rotierte, ließ Stars ruhen und schickte dennoch eine Startelf auf den Rasen, die Atalanta in Grund und Boden presste. Nicolas Jackson, der für Kane in die Spitze rückte, nagelte das 4:0 in die Maschen. Olise traf erneut, Jamal Musiala legte nach. Nur ein Abpraller landete beim 1:6 durch Mario Pašalić – eine Fußnote, keine Wende.
Die Zahlen sind brutal: 18:3 Torschüsse, 65 Prozent Ballbesitz, 6:1 Tore. Atalanta wirkte wie eine Mannschaft, die vergessen hat, wie man in der eigenen Hälfte presst. Gasperini stand die gesamte zweite Halbzeit mit aufgekrempelter Hose an der Seitenlinie, als könne er die Katastrophe durch bloßes Starren stoppen. Es half nichts.

Real oder city – egal, bayern träumt laut
Nächste Woche folgt das Rückspiel in München, offiziell 90 Minuten, faktisch ein Schaulaufen. Dann geht’s gegen Real Madrid oder Manchester City. Die Bayern? Sie lachen. Nach dieser Vorstellung fürchten sie niemanden. Olise und Joshua Kimmich sammelten noch taktische Gelbe, sind gesperrt, aber das stört kaum – das Viertelfinale ist längst gebucht.
Die Botschaft an Carlo Ancelotti und Pep Guardiola: Wenn ihr wollt, kommt nach München. Bringt eure besten Taktikbücher mit. Und vergesst nicht die Schmerztabletten.
