Bayern zertrümmert atalanta mit 6:1 – kompany-team schickt europas elite eine kampfansage
Ein Schock für Bergamo, ein Fest für München: Der FC Bayern feiert im Champions-League-Achtelfinale ein historisches 6:1-Auswärtssieg bei Atalanta und nimmt Kurs aufs Viertelfinale. Ohne Harry Kane in der Startelf, dafür mit einer Offensive, die die Italiener in 90 Minuten entzauberte.
Olise und gnabry demontieren atalanta früh
Michael Olise legte los wie ein Feuerwehrmann: Seine erste Hereingabe fand Josip Stanišić, die zweite seinen eigenen Fuß – 2:0 nach 22 Minuten. Serge Gnabry vollendete drei Minuten später den Doppelschlag. Atalanta, sonst so robust, wirkte wie ein Schüler-Team, das gegen die Profis ran durfte. Die Deutschen spielten sich den Ball zurecht, als wäre der Rasen ein Training-Platz.
Die Zahlen sind brutaler als jedes Tribunal: 15:2 Torschüsse nach 45 Minuten, 4:0-Pausenstand, 68 Prozent Ballbesitz. Nicolas Jackson nutzte die Lücke rechts in der Box, traf zum 4:0 und ließ die Curva Nord verstummen. Atalantas Trainer Gian Piero Gasperini kaute an seinem Kaugummi, als wäre er auf dem Weg zur Zahnärztin.
Nach der Pause schraubte Bayern weiter. Olise traf erneut, Jamal Musiala ließ zwei Gegenspieler stehen, schob ein, 6:0. Die Bayern-Fans sangen „Football’s coming home“ – ironisch, weil der echten Engländer gerade auf der Bank saß. Erst in der 89. Minute fiel der Trosttreffer für Atalanta, Mario Pašalić köpfte zum 1:6-Endstand ein.

Davies-alarm überschattet den gala-abend
Die einzige dunkle Sekunde: Alphonso Davies ging in der 70. Minute ohne Gegnerkontakt zu Boden, hielt sich die Wade, zog das Trikot über das Gesicht. Der Kanadier war gerade von einem Muskelfaserriss zurückgekehrt. Die medizinische Abteilung sprach später von einem „neuromuskulären Spannungsabbruch“, was klingt, als hätte sein Körper einfach Nein gesagt. Seine Teilnahme am Rückspiel steht auf Messers Schneide.
Vincent Kompany schob die Sorge beiseite: „Wir haben 23 Spieler, die alle Startelf-Niveau haben. Wenn einer ausfällt, springt der nächste Weltmeister ein.“ Ein Satz, der zeigt, wie tief der Kader in dieser Saison ist – und wie sehr sich der Belgier von der Guardiola-Schule beeinflussen lässt.
Die nächste Hürde folgt am 18. März in der Allianz Arena. Atalana braucht ein 5:0, um weiterzukommen – rein rechnerisch. Real Madrid und Manchester City schauen bereits auf das mögliche Viertelfinale. Die Bayern schicken eine klare Botsung: Wer uns treffen will, braucht mehr als nur Heimvorteil.
