Zverev pulverisiert tiafoe und jagt den ersten indian-wells-coup

Die Wüste kocht, Zverev auch. 91 Minuten brauchte die deutsche Nummer eins, um Frances Tiafoe zu vernichten und das Halbfinale von Indian Wells zum Greifen nah zu legen. 6:3, 6:4 – die Zahlen wirken harmlos, waren aber ein K.O.

Erstmals seit 2015 wieder in der runde der letzten acht

Der 28-Jährige trat auf dem Stadion Court 1 auf, als hätte er die Hitze von Coachella Valley in seine Schlägerseile eingesaugt. Bereits im vierten Game des Auftaktsatzes schlug er zu – ein Returnwinner, ein Sprintvolley, ein Brüllen, das selbst die Hospitality-Logen erzittern ließ. „Ich habe früh die Kontrolle übernommen und mein Ding gemacht“, sagte er hinterher, das Kinn nach oben, die Stimme rau vom Sandpapier-Staub. Die Statistik spricht eine klare Sprache: Zverev servierte 12 Asse, verlor kein einziges Mal seine Aufschlagserie und ließ Tiafoe bei dessen zweitem Aufschlag nur 38 % Punkte holen.

Die einzige Delle im Panzer folgte beim 2:2 im Satz zwei. Tiafoe holte sich Breakball, doch Zverev antwortete mit einem 211-km/h-Second-Serve-Ace. Drei Minuten später lag der Breakvorsprung wieder auf seiner Seite. „Ich war von der Grundlinie sehr dominant. Das ist etwas, woran ich gearbeitet habe“, sagt er – und meint damit jene harte Vorhand Cross, die Tiafoe immer wieder in die Ecke nagelte.

Auger-aliassime ist raus – das los lächelt

Auger-aliassime ist raus – das los lächelt

Die nächste Pforte könnte sich öffnen. Félix Auger-Aliassime, Zverevs Angstgegner aus den US Open und den ATP Finals, flog gegen Arthur Fils raus. Der 21-jährige Franzose wartet nun im Viertelfinale – und bringt schlechte Erinnerungen mit: Miami 2025, Achtelfinale, Zverev hatte nach fünf Sätzen das Nachsehen. Doch das war damals. Heute trägt Zverev ein weißes Headband und das Selbstbewusstsein eines Mannes, der in der Wüste endlich angekommen ist. Die Temperatur sinkt, die Erwartung steigt – und die deutsche Nummer eins jagt das erste Halbfinale in Kalifornien. Das Match ist am Donnerstag, 13. März, nicht vor 16:00 Uhr Ortszeit. Wer zuvor dachte, Zverev könne in der Wüste nicht überleben, irrt. Er blüht auf – und die Gegner verschwinden im Staub.