Baum lässt champions-league-ausflug genüsslich revue stehen
Augsburg – Manuel Baum, Trainer des FC Augsburg, schien die bittere Niederlage des FC Bayern München im Champions-League-Ausscheiden kaum zu berühren. Stattdessen ließ er am Donnerstagabend bei einem „Bratwurst-Bier-Platz“ in der Allianz Arena eine Käsekrainer schmecken, während sein Sohn Lionel, Jugendspieler der Bayern, zusah. Der Fokus liegt nun aber auf der Bundesliga und dem wichtigen Duell gegen Borussia Mönchengladbach.
Kann augsburg doch noch ins internationale geschäft?
Die Fuggerstädter haben zwar noch Chancen, den siebten Platz zu erreichen und damit ins internationale Geschäft einzuziehen, doch Baum betonte vor dem Samstagsspiel (15.30 Uhr/Sky) seine Zurückhaltung. „Wir können noch zwischen Siebter und Zwölfter werden“, rechnete er vor, „aber der Fokus bleibt auf Platz neun, den wir unbedingt halten wollen. Das wird schwer genug.“ Der SC Freiburg thront aktuell mit 44 Punkten auf dem siebten Rang, hat aber noch den Hamburger SV und RB Leipzig vor der Brust. Eintracht Frankfurt folgt mit 43 Punkten und trifft auf Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart. Der FCA (40) muss neben Gladbach auch gegen Union Berlin ran.
Ein entspanntes Wochenende für den Coach – zumindest augenscheinlich. Der Ausflug in die Allianz Arena war ein Geburtstagsgeschenk für seinen Sohn Lionel, der Baum sichtlich genoss: „Für mich als Trainer war es auch spannend. Aber ich habe es eher als Zuschauer genossen.“ Ähnlich entspannt zeigte sich Baum angesichts der wiederholten Fragen nach seiner Zukunftsplanung. „Es macht auf jeden Fall Spaß, aber mein Auftrag ist momentan, die Mannschaft bestmöglich aufzustellen – und danach quatschen wir.“ Nach dem Spiel gegen Union Berlin soll es wohl Näheres geben.

Die personalsituation belastet den fca
Die Entscheidung über Baums Verbleib soll „aus Überzeugung“ getroffen werden und nicht von einem möglichen Europacup-Qualifikation hängen. Eine Strategie, die der FCA „auf die Fahnen geschrieben“ hat. Aktuell muss Baum jedoch mit einer Reihe angeschlagener oder erkrankter Spieler rechnen, ohne jedoch Namen nennen zu wollen. Borussia Mönchengladbach, so Baum, sei „eine Mannschaft, die richtig gut ist, hohe individuelle Qualität hat und brutal flexibel ist.“ Er erwartet ein „cooles Spiel“, ähnlich wie in München, wo er das Champions-League-Ausscheiden der Bayern mit einem Augenzwinkern verfolgte.
Die jüngste Unbesiegelt-Serie von fünf Spielen lässt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde aufkeimen. Doch Baum weiß: Ein Blick zurück ist zwecklos. Die Gegenwart zählt, und die Gegenwart ist Borussia Mönchengladbach.
