Basel verpasst boma – omeragic kommt für 2 mio. chf
Der FC Basel jagte im Winter einen Namen, bekam aber einen anderen. Kevin Boma von Estoril Praia war der Wunschkandidat, um die Lücke nach Jonas Adjeteys Abgang nach Wolfsburg zu schließen. Die Verhandlungen verliefen zäh. Zu viele Klubs wollten den 23-jährigen Togo-Nationalspieler. Everton, Paris FC, Glasgow Rangers, Union Berlin, Widzew Lodz – sie alle legten Fühler aus. Am Ende blieb Boma in Portugal. Basel griff zur Plan B.
Warum boma nicht wechselte
Estoril sah keinen Grund nachzugeben. Boma spielt jede Woche, sein Marktwert steigt. 19 Liga-Einsätze in dieser Saison, ein Tor, dazu zwei Pokalpartien. Die Ablöseforderung soll bei 4 Mio. Euro gelegen haben. Basel zögerte. Die Zeit lief. Adjetey war schon weg, die Super League startete weiter. Ein Poker, der sich nicht auszahlte.
Stattdessen landete Becir Omeragic am Rheinknie. Die 2 Mio. CHF, die Montpellier kassierte, sind für einen Schweizer Innenverteidiger kein Schnäppchen, aber machbar. Omeragic ist 24, zweikampfstark, aber noch ohne internationale Erfahrung. Vier Spiele hat er seit seinem Wechsel absolviert – ohne Gegentor in zwei davon. Die Bilanz: solide, nicht spektakulär.

Omeragic muss liefern – schnell
Der Druck ist hoch. Basel liegt nicht in der Top-4, die Defensive wackelt. Omeragic trägt das Etikett „Notlösung“, obwohl er selbst nie dafür geboten hat. Er kennt die Rolle. Beim 2:0 gegen Thun zeigte er, was er kann: Raumdeckung, klare Abspielfreude, Ruhe im Aufbau. Doch die Fans vergleichen ihn weiter mit Boma. Mit dem, was hätte sein können.
Die Frage ist nicht, ob Omeragic gut ist. Die Frage ist, ob er gut genug ist, um Basels Saison noch zu retten. Die nächsten fünf Spiele entscheiden über Europa oder Mittelmass. Omeragic muss jetzt liefern – ohne Netz und doppelten Boden.
