Kimi antonelli schlägt russell um drei zehntel: mercedes-star lässt suzuka rauschen

19 Jahre, zwei Pole-Positions in Folge, ein Sieg in China – und jetzt dies: Andrea Kimi Antonelli zieht in Suzuka mit einer Runde von 1:27,449 erneut den Stecker, während George Russell hinterher rudert. Drei Zehntel Vorsprung, ein Statement.

Russell bleibt trotz neuer frontflügel hängen, antonelli spürt den grip

Der Youngster aus Bologna hatte nach FP3 noch geflüstert, er würde im ersten Sektor „noch ein bisschen mehr rausholen“. Das hat er getan. Ausgangs 130R, Schikane vorbei, Akku-SoC exakt auf 78 % – da war Russell schon geschlagen. Der Brite kontert mit einem Schulterzucken: „Kimi traut sich in schnellen Kurven mehr, das ist Fakt.“

Intern laufen die Telemetrie-Läufe heiß: Mercedes-Engineering-Chef Andrew Shovlin bestätigt, dass Antonelli den Hybrid-Boost anders aufteilt – später auf der Geraden, früher beim Anbremsen. Die Batterie bleibt kühler, das Heck klebt. „Ein kleiner Trick, den sich Kimi selbst beigebracht hat“, sagt Shovlin.

Teamorder vor dem start: „kein crash, punkte nach hause“

Teamorder vor dem start: „kein crash, punkte nach hause“

Pole und Platz zwei bedeuten: Alles bleibt in der Garage. Toto Wolff hat beiden Fahrern vor der Quali klargemacht: „Erstes Ziel ist ein Doppelpodium, nicht die interne Meisterschaft.“ Antonelli nickt, weiß aber auch: Wer jetzt nachgibt, verliert den Schwung. Die McLaren-Jungs Piastri und Norris lauern mit einem Barcelona-Update nur 0,4 s zurück – nach der April-Pause könnte sich das Blatt drehen.

Der Italiener bleibt cool: „Ich will gewinnen, aber ich will auch lernen. George ist der beste Referenzpunkt, weil er dieselbe Hardware hat.“ Und dann der Satz, der die Mercedes-Führung aufhorchen lässt: „Wenn ich an der Spitze stehe, muss ich die Rennpace kontrollieren können – das ist meine Hausaufgabe für morgen.“

Sinner im kopf, bowling als nebenjob

Sinner im kopf, bowling als nebenjob

Zwischen den Runs schickt Antonelli Jannik Sinner eine Sprachnachricht: „Forza per stasera, ci sentiamo dopo il traguardo.“ Doppelprogramm wie in China: Tennis-Finale in Miami, Formel-1-Rennen in Suzuka – beide 19 Jahre alt, beide am Limit. Abends trifft er beim Team-Bowling 186 Punkte, nur Masao aus der Motorenmontage schlägt ihn. „Vielleicht liegt’s am japanischen Öl“, lacht Antonelli. Und dann wird es wieder ernst: „Samstag um 14 Uhr Ortszeit starte ich von der Pole – und das ist das Einzige, was zählt.“