Barça klopft: asllani steht vor 30-millionen-sommer
Die heiße Phase beginnt jetzt. Während Fisnik Asllani mit dem Kosovo auf den ersten WM-Traum zusteuert, plant der FC Barcelona bereits den nächsten Coup – und der 23-Jährige selbst hat die Kasse schon aufgemacht.
Wm-play-off als sprungbrett
Dienstagabend, Rhein-Neckar-Arena. Ein Sieg gegen die Türkei, und der Kosovo wäre erstmals bei einer Endrunde dabei. Asllani liefert sich dabei ein internes Duell mit Ozan Kabak, seinem TSG-Kollegen. Drei Tage nach dem 4:3 in der Slowakei, in dem er das 2:2 erzielte, könnte der Stürmer also Geschichte schreiben – und nebenbei seinen Marktwert noch einmal nach oben treiben.
30 Millionen Euro. So viel steht in der Ausstiegsklausel, die Sportgeschäftsführer Andreas Schicker eingebaut hat. Keine Fantasiezahl mehr, wie Asllani selbst im kicker zugab: „Vor eineinhalb Jahren bei Elversberg lag ich bei 800.000 – heute bei 30 Millionen.“ Die Tagesordnung ist klar: Zahlt ein Klub die Klausel, ist Asllani weg.

Barcelona meldet sich offiziell zurück
Ayman Dahmani, sein Berater, bestätigt den Kontakt nach Katalonien: „Das Interesse von Barcelona ist aktuell, und es gab bereits Kontakt seitens des Vereins.“ Keine vage Anfrage, sondern eine konkrete Spur. Asllani hatte den Klub wiederholt als „Traumverein“ bezeichnet. Nun könnte der Traum Realität werden.
Doch Barça ist nicht allein. Mehrere Top-Klubs haben die Scouting-Unterlagen auf dem Tisch. Die TSG wiederum muss verkaufen. Nach der verpassten Europa-League-Qualifikation steht ein Minus im Konto, das durch einen Top-Transfer wettgemacht werden soll. Asllani ist das perfekte Objekt: ablösefrei aus Berlin gekommen, jetzt ein Multiplikator.

Hoffenheim baut schon ohne ihn
Parallel laufen die Planungen für eine Post-Asllani-Ära. Mit Alessandro Vogt (21) wurde ein kosovo-schweizerisches Talent für 2,5 Millionen aus St. Gallen gezogen. Yannick Eduardo (20) kam im Winter für 2,6 Millionen aus Leipzig. Beide sind klassische hängende Spitzen – wie Asllani. Tim Lemperle und Adam Hlozek runden die Rotation ab. Haris Tabakovic wartet nach seiner Gladbach-Exploit-Leihe auf den Durchbruch.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Sollte die 30-Millionen-Klausel springen, ist Ersatz da. Kein Pokerspiel, sondern eine Exit-Strategie.
Asllani selbst schweigt zum Thema Wechsel, konzentriert sich auf den Kosovo-Kracher. Aber die Zahlen reden für ihn: acht Bundesliga-Tore, Rang zwei hinter Andréj Kramarić, vier Länderspieltreffer in den letzten drei Monaten. Ein Karriere-Sprinter, der die 800.000-Euro-Marke längst hinter sich gelassen hat.
Wenn Dienstagabend der Kosovo jubelt, könnte der nächste Schritt nur noch Formsache sein. Die Koffer sind gepackt – nur der Preis steht fest.
