Badosa-debakel: madrid-trauma und ein böses erwachen

Madrid – Ein Auftritt, der mehr Fragen aufwirft als Antworten lieferte: Paula Badosa erlebte in Madrid eine Demütigung, die schmerzlich ihre aktuelle Form offenbart. Nach einer turbulenten Anreise, geprägt von Treffen mit Ex-Partner David Broncano und einer Trainingseinheit mit Aryna Sabalenka, endete das Kapitel Caja Mágica in einem vernichtenden 6:7 (6:8), 6:4, 6:0 gegen die überraschend starke Lucrezia Grabher.

Ein schatten ihrer selbst: badosas formtief

Die Erwartungen waren hoch, schließlich war Badosa als hochrangige Invitad eingeladen. Doch was folgte, war eine Leistung, die weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Zwei Breakbälle im ersten Satz vergeben, ein kämpferischer zweiter Satz, der durch Eigenfehler verspielt wurde, und dann – der entscheidende Satz, der in einer 6:0-Demütigung gipfelte. Vom Publikum forderte man mehr Einsatz, doch Badosa wirkte physisch und technisch eingeschränkt. Ein klarer Hinweis auf anhaltende Probleme.

Grabher, Weltranglistenplatz 107 und bisher eher unauffällig, nutzte die Schwächen der Spanierin gnadenlos aus. Mit 29 Jahren scheint ihre Karriere gerade erst zu beginnen, während Badosa in einer Abwärtsspirale gefangen zu sein scheint. Die Tatsache, dass Badosa bereits vier Partien in Folge verloren hat, ist alarmierend. Pol Toledos Training scheint nicht die gewünschte Wirkung zu zeigen – die Krise ist tief verwurzelt und scheint sich nun auch auf ihre körperliche Fitness auszudehnen.

Die krise der armada: spanien im tennis-tal

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Badosas Auftritt ist symptomatisch für die aktuelle Situation des spanischen Damentennis. Nach den frühen Niederlagen von Ruth Roura, Sara Sorribes, Marina Bassols und Leyre Romero ist sie nun die letzte verbliebene Hoffnung. Die Bilanz ist desaströs: Vier Niederlagen in der Qualifikation und nun auch Badosas frühes Aus. Die spanische Frauen-Tennis-Nationalmannschaft steckt in einer tiefen Krise.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Badosa rechtzeitig ihre Form wiederfinden kann, um sich überhaupt noch für die Qualifikation von Roland Garros zu empfehlen. Angesichts ihrer aktuellen Leistung und der Stärke der Gegnerin im Pariser Qualifikationsfeld erscheint dies jedoch unwahrscheinlich. Die Erinnerung an ihren letzten Sieg in Madrid, vor 1.088 Tagen gegen Coco Gauff, wirkt wie aus einer anderen Welt.

Die Caja Mágica wird Badosa wohl noch lange in Erinnerung bleiben – nicht als Ort des Triumphes, sondern als Bühne einer schmerzhaften Erkenntnis: Die Rückkehr an die Spitze des Tennis wird ein langer und steiniger Weg.