Babbel hätte 1999 beinahe für manchester united gespielt

Markus Babbel trug 1999 fast das rote Trikot von Manchester United. Der damalige Bayern-Außenverteidiger hatte ein konkretes Angebot der Engländer auf dem Tisch, wie der „Bayern Insider“-Podcast von Christian Falk und Heiko Niedderer enthüllt.

Die transfer-verschiebung, die niemand bemerkte

Die transfer-verschiebung, die niemand bemerkte

1999, das Jahr des legendären Triples von Manchester United, hätte Babbel Teil des Klubs werden können. Die Gespräche liefen bereits, das Angebot lag vor. Doch die Ablösesumme, so hört man im Podcast, blieb hinter den Vorstellungen der Bayern zurück. Die Verhandlungen versandeten, Babbel wechselte ein Jahr später zum FC Liverpool – und wurde dort zum Publikumsliebling.

Der damalige Nationalspieler war nach der EM 1996 in England ein heißes Eisen. Sir Alex Ferguson suchte Verstärkung für die rechte Abwehrseite, Babbel passte ins Profil: kampfstark, laufintensiv, erfahren auf internationalem Parkett. Doch die Münchener Verantwortlichen zögerten, ließen die Frist verstreichen. Ein kleines Detail mit großer Sprengkraft.

Für United änderte sich wenig: Sie holten Henning Berg und ließen später die Jahrhundert-Klasse mit Gary Neville, Wes Brown und Mikael Silvestre heranwachsen. Für Babbel indes war der Wechsel nach Liverpool der Startschuss zu einer zweiten Karriere – und zu einem FA-Cup-Sieg 2001, den er mit den Reds feierte.

Heute, 27 Jahre später, klingt die Episode wie ein Slapstick der Bosse. Ein Handschlag hätte gereicht, um die Geschichte des deutschen Außenverteidigers auf der Insel schon ein Jahr früher zu beginnen. Stattdessen blieb alles beim Alten – und keiner der Beteiligten sprach je offen darüber. Bis jetzt.