Arsenal siegt hässlich in brighton – hürzeler wirft den gunners regelbruch vor
Arsenal fährt drei Punkte ein, Brighton bekommt eine Blutgrätsche – und Fabian Hürzeler kriegt die Krise. Der 31-Jährige feuert nach dem 0:1 gegen die Gunners eine Salve ab, die Premier League redet Tage später noch darüber. Die Kernaussage: Arsenal betreibe systematisches Zeitspiel, die Schiedsrichter schauen zu, und die Liga lasse es zu. Mikel Arteta zuckt nur mit den Schultern. Sein Team führt die Tabelle jetzt mit sieben Punkten Vorsprung an – ganz egal, wie.
Bukayo saka trifft früh, dann kommt dauergrätsche
Neun Minuten waren gespielt, als Saka aus halblinker Position abzog. Brighton-Keeper Bart Verbruggen sah den Ball spät, die Abfälsung war pechhaft – 0:1. Danach rissen die Gäste das Spiel in zwei Hälften: eine erste, in der sie noch ein bisschen nach vorne spielten, und eine zweite, in der sie nur noch verhinderten. Der xG-Wert der Gunners zur Pause: lächerliche 0,01. Brighton hatte 68 Prozent Ballbesitz, kam aber kaum an den Sechzehner, weil jede Lücke sofort zugestopft wurde.
Die zweite Hälfte wurde zur Lehrstunde über Zeitspiel-Maximalismus. Keeper David Raya ging drei Mal zu Boden – wegen angeblicher Krämpfe, Schmerzen, Schuhproblemen. Hürzeler zählte mit. „Haben Sie je gesehen, dass ein Schlussmann in der Premier League dreimal runtergeht und kein einziges Mal behandelt wird?“, fragt er Journalisten rhetorisch. „Die Antwort lautet: Nein.“

Arteta lächelt, hürzeler platzt fast der kragen
Der Brighton-Trainer redet sich in Rage: nur seine Mannschaft habe versucht, Fußball zu spielen. Arsenal „mache seine eigenen Regeln“. Die Premier League sei gefordert, endlich Grenzen zu setzen. „Ich werde niemals ein solcher Trainer sein“, sagt Hürzeler – und meint damit: so einer, der den Sport zur Posse verkommen lässt.
Arteta lässt die Attacke abperlen. Er habe „seine Spieler lieb“, sagt er mit einem Lächeln, das zwischen Stolz und Herausforderung schwankt. Sarkastischer Seitenhieb: „Was für eine Überraschung.“ Er weiß: Solange die Tabelle stimmt, zählt nur der Sieg. Die Art und Weise interessiert am Ende nur die, die nicht gewinnen.

Die liga blickt weg – und city patzt
Parallel rutschte Manchester City in Nottingham mit 2:2 weg, die Gunners bauen die Lücke aus. Die Statistik zeigt: Wer in der Premier League an der Spitze steht, nach 34 Spieltagen sieben Punkte Vorsprung hat, wurde in 92 Prozent der Fälle Meister. Die Prognose also: Arsenals hässlicher Sieg könnte der wichtigste dieser Saison sein. Hürzelers Wut bleibt, die Punkte auch.
