Wattenscheid entlässt pache trotz tabellenführung – der stolperer gegen das schlusslicht war zu viel
Die SG Wattenscheid 09 hat Christopher Pache mit sofortiger Wirkung freigestellt – obwohl die Schwarz-Weißen die Oberliga Westfalen weiter anführen. Der 1:2-Heimkladder gegen das Schlusslicht TuS Ennepetal war der Auslöser für eine Entscheidung, die intern schon seit Tagen gereift war.
Die zahlen, die pache kosten
Nur zwei Siege aus den letzten sechs Partien, dazu zwei Remis und zwei Niederlagen – das ist die Bilanz, die den Vorstandsvorsitzenden Ertan Ilce zum Handeln zwang. „Die sportliche Entwicklung stagniert“, sagte er am Mittwoch knapp. Nach 21 Spieltagen war das Team zwar ungeschlagen, doch die jüngste Formkurve zeigt seit Wochen nach unten.
Pache hatte den ehemaligen Bundesligisten vor dieser Saison übernommen und in seinem ersten Jahr auf Platz acht geführt. In dieser Spielzeit schien alles auf Aufstiegskurs – bis der Bock gegen Ennepetal passierte. Die Fans auf der Lohrheide reagierten mit Pfiffen, die Vereinsführung mit Konsequenzen.

Interimslösung und offene frage
Am Sonntag in Finnentrop-Bamenohl coachen Florian Bartel und Nico Buckmaier. Wer danach die Bank übernimmt, ist offen. Die Kandidatenliste ist lang, der Druck enorm: Wattenscheid will zurück in die Regionalliga, auch wenn die Finanzlage nach Jahren der Insolvenz noch immer wackelig ist.
Der Klub spielt weiterhin Erster, doch der Vorsprung auf den ASC Dortmund beträgt nur einen Punkt. Die Meisterschaft ist noch längst nicht sicher – und jetzt auch der Trainer weg. Die Logik des Profifußballs: Ein Sieg gegen das Schlusslicht rettet keine Saison, aber eine Niederlage kann sie zerstören. Pache musste das jetzt am eigenen Leib erfahren.
