Antonelli wirft nach china-sieg den nächsten traum an: „ich will tomba treffen“

Shanghai war erst der Auftakt. Kimi Antonelli jagt jetzt nicht nur Podeste, sondern auch eine Legende aus seiner Heimatstadt Bologna: Skirekordweltmeister Alberto Tomba.

Der 19-jährige erklärt, warum der debütsieg nur der startschuss ist

Der 19-jährige erklärt, warum der debütsieg nur der startschuss ist

„Tomba ist eine echte Legende. Meine Eltern haben mir oft von ihm erzählt. Es wäre schön, ihn kennenzulernen“, sagte der Mercedes-Pilot im Interview mit dem Corriere dello Sport. Die Nummer 12 fuhr in China als erster Italiener seit 20 Jahren wieder einen Grand Prix Sieg ein – und fühlt sich trotzdem wie ein Rookie, der gerade erst warm wird.

Im Fahrerlager von Shanghai schwankt Antonelli zwischen Jubel und nüchterner Analyse. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber er ist noch lang und steil“, sagt er und klingt dabei wie ein alter Hase, obwohl er Anfang 2025 als 18-jähriger Rookie das Cockpit von Rekordweltmeister Lewis Hamilton übernahm.

Der Dank gilt vor allem zwei Familien. Zum einen seiner eigenen. „Manchmal sehe ich Bilder von uns beiden auf der Strecke, ich war noch ein Kind. Er hat mir die Leidenschaft für den Motorsport vermittelt. Ihn in China unter dem Podium zu sehen, war etwas ganz Besonderes“, erklärt Antonelli über seinen Vater Marco. Zum anderen seiner „zweiten“ Familie – dem Mercedes-Team. „Ich habe dort eine Familie gefunden, die mich früh gefördert und mir die besten Bedingungen gegeben hat, mich zu entwickeln.“

Die Formel 1 kennt viele Debüts, aber selten eines mit so viel Vorfreude auf die eigene Zukunft. Bologna hat einen neuen Helden – und der hat jetzt zwei Ziele: Titel und Tomba.