Amiri kämpft um wm-ticket: nagelsmann-comeback in sicht?
Ein Hoffnungsschimmer für Nadiem Amiri: Nach über sieben Wochen Zwangspause wegen einer hartnäckigen Fußverletzung deutet alles darauf hin, dass der deutsche Nationalspieler doch noch eine Chance auf den WM-Zug haben könnte. Die Reha-Fortschritte stimmen ihn optimistisch, obwohl er die verpassten Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana bitter bedauert.

Rückkehr an die alte wirkungsstätte beflügelt
Besonders freudig verliefen die vergangenen Tage für Amiri an seiner Ex-Adresse, der TSG Hoffenheim. Dort kreuzten sich seine Wege bereits von 2015 bis 2019 mit denen von Trainer Julian Nagelsmann – einer Beziehung, die im März 2024 eine überraschende Fortsetzung in der Nationalmannschaft fand. „Es ist an den Spieltagen besonders schwer, draußen zu sitzen“, gestand Amiri, während Mainz 05 einen weiteren Sieg feierte und er selbst von spürbaren Fortschritten berichtete.
Die Verletzung, die Amiri Ende Februar zum Rückzug aus dem Spielbetrieb zwang, erwies sich als komplexer als zunächst angenommen. Ursprünglich von einer Entzündung der Plantarfaszie ausgegangen, stellte sich heraus, dass diese sogar angerissen war. Die anfänglich prognostizierten sechs bis acht Wochen Pause scheinen sich nun zu verkürzen – ein Umstand, der Amiri sichtlich Auftrieb gibt. „Am Freitag war ich das erste Mal wieder auf dem Platz“, verriet er, „und in den vergangenen Tagen habe ich auch läuferisch viel gemacht.“
Ein kleiner Reiz sei lediglich noch zu spüren, doch sein persönlicher Plan sieht vor, im Laufe dieser Woche ins Teamtraining einzusteigen. Ob Trainer Urs Fischer ihm diesen Wunsch erfüllt, bleibt abzuwarten. Ein Kurzeinsatz gegen Freiburg könnte bereits in Reichweite liegen.
Während Amiri weiterhin am Ball ist, musste er das Viertelfinal-Hinspiel der Conference League gegen Straßburg (Donnerstag, 21 Uhr) von der Seitenlinie aus verfolgen. Mainz 05 bewies jedoch, dass die Mannschaft auch ohne ihren kreativen Mittelfeldmotor hervorragend zurechtkommt. Dank eines wieder erstarkten Paul Nebel konnten die Mainzer in den vergangenen sieben Spielen vier Siege und drei Unentschieden einfahren.
Die Frage, ob Amiri rechtzeitig zu einer WM-Teilnahme findet, ist zwar noch offen, doch sein Wille und die Fortschritte in der Reha lassen aufhorchen. Julian Nagelsmann wird die Entwicklung des Spielers mit wachsamen Augen verfolgen – ein Comeback des „Mainz-Motors“ könnte der DFB-Elf im Kampf um den WM-Titel zusätzlichen Schwung verleihen.
