Altmaier versinkt in miami: acht matches, acht niederlagen – der saisonstart wird zur geisterbahn

Daniel Altmaier schlittert mit 4:6, 2:6 gegen Terence Atmane aus Miami – und tiefer in seine eigene Krise. Acht Matches hat er 2026 gespielt, kein einzler Satzgewinn steht in der Statistik. Die Sonne von Florida? Für ihn nur Glut.

Die deutsche herbstwelle schlägt zurück

Am Donnerstag gingen fünf deutsche Herren in Runde eins baden, Laura Siegemund verpasste als letzte Frau den Sprung in Runde drei. Damit bleibt Alexander Zverev als einziger verbliebener DSV-Flaggschiffbruder übrig – und der bekommt am Samstag nach Freilos den Wildcard-Jungen Martin Damm serviert. Die Bilanz: 0-8-8-8. Null Titel, acht deutsche Erstrunden-Aus, acht Altmaier-Pleiten.

Atmane, ein 22-jähriger Franzose mit Vierhand-Rückhand, brauchte 71 Minuten, um den Deutschen zu versenken. Nach langer Regenpause brach Altmaier schon im dritten Game sein Aufschlagspiel, danach war nur noch Rettungsschwimmen ohne Brett. Die Vorhand fand die T-Linie zweimal, den Rest des Tages suchte sie vergeblich.

Die zahlen, die wehtun

Die zahlen, die wehtun

55. – Altmaiers Ranglistenplatz vor dem Turnier. 0/17 – seine Breakchancen in der Partie. 14 – unerzwungene Fehler im zweiten Satz, nur 4 Winner. Die Heatmap zeigt ein rotes Band hinter der Grundlinie: Er traf die Mitte des Kortes, nicht die Linien.

Im Mixed Zone klang seine Stimme wie ein kaputter Reifen: „Ich weiß, dass ich besser kann, aber Wissen nützt nichts, wenn die Beine nicht gehorchen.“ Trainer Boris Sobkin stand zwei Meter dahinter und starrte auf die Uhr, als würde er die Zeit zurückdrehen wollen.

Miami wird zur deutschen eiswüste

Miami wird zur deutschen eiswüste

Struff, Hanfmann, Altmaier – alle scheiterten in zwei Sätzen. Eva Lys verpasste gegen Parks die Trendwende, die 19-jährige hatte im dritten Satz noch 4:2 geführt, verlor dann vier Games in Serie. Die deutsche Delegation reist mit nur einem Hauptfeld-Gewinn nach Hause: Zverevs Freilos. Das ist kein Ausrutscher, das ist ein Strukturproblem.

Die Tennisabteilung des Deutschen Tennis Bundes wird nun interne Leistungsdiagnosen starten, doch der Kalender wartet nicht. In zwei Wochen folgt Monte Carlo, der rote Belag, der Lügen nicht verzeiht. Altmaier muss dort mindestens zwei Matches gewinnen, um nicht in die Qualifikation der French Open zu rutschen – ein Gedanke, der selbst Hartgesottenen kalte Füße beschert.

Am Ende bleibt ein Satz, den Altmaier noch in Miami murmelte, während er seine Tasche zuschnallte: „Manchmal muss man durch die Hölle, nur um zu merken, dass sie wirklich brennt.“ Die Saison ist vier Monate alt, doch für ihn tickt bereits die Stoppuhr der Verzweiflung.