Opel stürmt die hbl: nach daikin-aus wird die bundesliga zur opel hbl

Die Handball-Bundesliga wechelt das Logo – und zwar schon zum 1. Juli. Opel übernimmt die Titelsponsoring-Rechte, Daikin steigt ein Jahr vor Vertragsende aus. Die Klimasysteme flogen nicht, der Blitz schlägt ein.

Warum daikin vorzeitig aufhört

Die Japaner hatten sich 2024 mit einem Dreijahresvertrag an Bord geholt, doch die Wärmepumpen verkauften sich nicht wie erhofft. „Das Geschäft läuft nicht, auch wegen des Regierungswechsels“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann im Februar. Statt zu wärmen, musste Daikin kalte Füße bekommen. Die Liga suchte sofort nach einem Nachfolger – und fand ihn in Rüsselsheim.

Opel ist kein Neuling im deutschen Sport. Die Marke mit dem Blitz im Wappen war schon 1990er-Jahre-Trikotsponsor der Nationalmannschaft, aktuell wirbt sie mit Jürgen Klopp. Nun kommt der zweite große Coup innerhalb von Stunden: Am Samstag kündigte Opel-Chef Florian Huettl in Madrid den Einstieg als Herstellerteam in der Formel E an – Vertragslaufzeit vier Jahre. Das Timing ist kein Zufall. Opel will sich in Rekordzeit sportlich sichtbar machen.

Die hbl und ihre sponsoring-rotation

Die hbl und ihre sponsoring-rotation

Mit Opel gibt es bereits den fünften Namensgeber seit 2007. Toyota startete, die DKB übernahm, danach folgten Liqui Moly und Daikin. Die Liga wechselt ihre Markenbekleidung so oft wie andere ihr Winteroutfit. Für die Klubs bedeutet das: neues Logo, neue Banden, neue TV-Spots – und hoffentlich frisches Geld.

Die Summe nennt keiner, aber Branchenkreise sprechen von einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Daikin-Deal. Der Automobilhersteller zahlt offenbar Premium, um sich im Handball zu etablieren. Für die HBL ist das ein Befreiungsschlag: nach zwei Jahren mit kühlem japanischen Klima holt sie sich deutschen Turbo.

Opel HBL – das klingt nach Asphalt und Hallenböden. Ab Juli wird der Blitz also nicht nur über den Autobahnen, sondern auch über den Torgrafiken der stärksten Liga der Welt flackern. Die Fans können sich warm anziehen – oder besser: anschnallen.