Alcaraz fordert coello und tapia heraus – im miami-padel-kracher

Carlos Alcaraz schläft die Niederlage gegen Korda noch nicht aus, da steckt er schon im nächsten Match – und zwar auf dem Padel-Court. Premier Padel Miami P1, Convention Center, Samstagnachmittag. Der ATP-Weltranglistenerste tauscht Schläger gegen Padel-Schläger, lacht mit Belasteguín und wirft ein Schlagzeilchen in die Runde: „Sinner und ich gegen Coello/Tapia – wir gewinnen, klar.“

Ein tennis-star, ein padel-traum

Miami ist seit Jahren das Schaulaufen der Superstars, aber dieses Mal ist der Showdown nicht auf der Tennisanlage, sondern in einer Halle mit Glaswand und kunststoffbelegtem Boden. Alcaraz, selbst bekennender Padel-Fan, nutzt die frühe Ausscheidung beim Masters 1000, um der Szene einen Besuch abzustatten. Was wie ein PR-Gag beginnt, wird schnell zur kleinen Machtdemonstration. Er schmettert Smash-Bälle, die selbst Stupa und Yanguas anerkennend pfeifen, und quetscht sich mit jugendlicher Energie zwischen die Weltbesten.

Die Frage, die alle stellen: Würde er wirklich wechseln? Alcaraz’ Antwort kommt ohne Zögern: „Grigor hätte das beste Handschlag-Feeling, Sascha die längsten Arme für die Bande. Aber am Ende zählt der Punkt – und den hole ich.“

Die szene jubelt – und plant

Die szene jubelt – und plant

Luigi Carraro, Präsident der FIP, sieht mehr als ein nettes Intermezzo. „Wenn die Nummer eins des Tennis Padel spielt, schauen Millionen zu“, sagt er nach dem Schlagwechsel. Die Rechnung ist simpel: ATP-Strahlkraft plus Padel-Wachstum gleich neue TV-Rechte, neue Märkte, neue Fans. Und Miami ist dafür der perfekte Testlauf: Latinaudschaft trifft auf US-Metropole, TikTok-Clips entstehen im Minutentakt.

Coello und Tapia nehmen die Herausforderung gelassen entgegen. „Carlos hat Schlag, keine Frage“, sagt Coello, „aber Padel ist Schach mit Wänden. Wir sehen uns auf dem Court – und dann zählt nur die Taktik.“

Die Veranstalter schüren die Spannung bereits: Ein Exo-Doppel Alcaraz/Sinner gegen die Weltranglistenersten ist für Montagabend in Planung, sollte die Tennis-Seite keine Terminkollision liefern. Karten waren nach Alcaraz’ Stippvisite binnen einer Stunde ausverkauft.

Die Botschaft ist klar: Padel rückt ins Zentrum der globalen Sportagenda – angeführt von einem 20-jährigen Tennis-Phänomen, das selbst nach einer frühen Pleite nicht stillstehen kann. Für Alcaraz ist Miami damit schon ein zweiter Frühling, nur eben mit anderem Untergrund. Und für die Szene? Ein Schritt näher an das, was sie seit Jahren ersehnt: das große Crossover.