Alba berlin plant nba-arena mit 20.000 plätzen – start 2027 oder nie
Alba Berlin zockt
auf Zeit und auf 100 Millionen Euro. Geschäftsführer Marco Baldi wirbt im Abgeordnetenhaus für eine Multifunktionsarena in Adlershof, damit der Klub 2027 in der NBA Europe tippt. Keine Halle, kein Ticket. Die Uhr tickt: Bewerbungsfrist ist der 31. März.Adlershof als basketball-mekka mit kita und internat
Der Campus klingt nach Disneyland für Sportler: 16.000 bis 20.000 Zuschauer, Bewegungskita, Sportschule, Internat, Leistungszentrum. Alles soll aus einem „dreistelligen Millionenbetrag“ bezahlt werden, konkret nannte Finanzdirektor Daniel Endres keine Zahl. Investoren aus Deutschland und dem Ausland seien „sehr interessiert“, sagte Baldi. Verträge liegen noch keine auf dem Tisch.
Die Saison 2031/32 gilt als „Best Case“ für die Einweihung. Bis dahin müsse Alba in einer Interimslösung spielen, wahrscheinlich weiter in der Uber Arena, deren Mieten und Terminkollisionen den Verein seit Jahren lähmen. Ohne eigene Halle bleibt Alba ein Gast in eigener Liga.

Nba europe als ausweg aus der b-ware-falle
Baldi will dem europäischen Basketball den Stempel „B-Ware“ abkratzen. „Wettbewerbe, auf denen nicht NBA steht, gelten vielen als zweitklassig“, sagt er. Die neue Liga sei „die einmalige Chance, diesem Nimbus zu entfliehen“. Ob Alba dann dabei ist, entscheidet sich schon diesen Frühling. Die Liga selbst nennt den September 2027 als Starttermin; 2028 wäre nach Baldis Worten „auch kein Drama“.
Die Berliner Morgenpost hatte die Pläne zuerst enthüllt. Nun liegt der Ball bei Politik und Geldgebern. Ohne schnelle Entscheidung bleibt Adlershof ein leeres Versprechen und Alba ein Bewerber ohne Adresse.
