Italiens wm-ticket jetzt nur noch ein sieg entfernt – bosnien-quoten explodieren

Bergamo war erst der Auftakt. Mit 2:0 gegen Nordirland hat Italien das Playoff-Halbfinale klar gemacht, doch jetzt steht in Zenica ein K.o.-Duell an, das zwölf Jahre Leid beenden kann. Seit 2014 fehlte die Squadra Azzurra bei jeder WM, das soll am Dienstag in der „Bosnia-Hölle“ von Zenica enden.

Die buchmacher glauben fest an italien

Die Wettquoten sprechen eine klare Sprache: Kurz vor den Halbfinals lag Italien noch bei 1,65, nach dem Erfolg über Nordirland und dem gleichzeitigen Bosnia-Sieg gegen Wales sackt die Quote auf 1,28 bis 1,33. Kein anderer Playoff-Finalist wird so hoch eingeschätzt. Der Grund: Bosnien gilt als machbarster Gegner, trotz Heimrecht und trotz Edin Dzeko, der italische Liga-Luft schnupperte wie kaum ein anderer.

Doch die Geschichte mahnt. 2017 schlug Schweden in Mailand zu, 2022 jubelte Nordmazedonien in Palermo. Beide Male war Italien Favorit, beide Male flog man raus. Die Erinnerung sitzt tief, selbst wenn die Buchmacher die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Fauxpas nur bei 25 Prozent einstufen.

Zenica wird zur zerreißprobe

Zenica wird zur zerreißprobe

15.000 Plätze, ein geschlossener Ring, kein Platz für Nerven. Das Bilino-Polje-Stadion ist berühmt für seine kochende Atmosphäre. Tonali kennt das aus der Europa-League, Kean wurde dort schon ausgepfiffen. „Wir erwarten ein Fegefeuer“, sagte Spalletti nach dem Nordirland-Spiel. Er wird mit drei defensiven Mittelfeldern antreten, um Dzeko und Prevljak früh zu ersticken.

Die Bosnier selbst wittern die Sensation. 3,55 gegen 1,28 – das ist der größte Quotensprung aller Playoff-Finals. Für die Balkan-Mannschaft ist es die letzte Chance, nach 2014 erstmals wieder eine Endrunde zu erreichen. Trainer Savic warnt: „Italiens Druck ist riesig, das kann uns helfen.“

Die Zahlen sind gnadenlos: Wer jetzt 100 Euro auf Italien setzt, bekommt 30 zurück – bei Bosnien 255. Die Buchmacher buchen schon Gewinne ein, doch im Fußball zählt nur der Rasen. Und der liegt in Zenica nicht nur künstlich, sondern auch psychisch auf 1.000 Grad.

Für Italien geht es um mehr als ein Ticket. Es geht um die Rehabilitation einer ganzen Generation, um Spallettis erste große Bewährungsprobe, um das Ende eines zwölfjährigen Albtraums. Die Quote mag 1,28 sein, das Risiko bleibt 90 Minuten lang 50:50. Und das weiß jeder, der 2017 und 202zugeguckt hat.