Alba berlin holt erstmals den dbbl-pokal nach verlängerung

Drei Sekunden. So knapp war Alba Berlin dran, diesen Moment zu verpassen. Nationalspielerin Alina Hartmann verwandelte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit einen Freiwurf und rettete die Berlinerinnen damit in die Verlängerung – wo sie dann nicht mehr loszulassen waren. Am Ende stand ein 67:62gegen die Rutronik Stars Keltern, und Alba Berlin hatte seinen ersten DBBL-Pokal in der Vereinsgeschichte gewonnen.

Ein finale, das lange auf der kippe stand

Die Sömmeringhalle in Berlin erlebte am Sonntag ein Endspiel, das alles bot, was ein Pokalfinale bieten muss. Zwei ausgeglichene Halbzeiten, ein Meister der zuletzt den Takt angab und eine Gastgebermannschaft, die sich partout nicht abschütteln ließ. Nach dem 28:28 zur Pause erhöhte Keltern die Intensität – und die Berliner antworteten mit Hartnäckigkeit statt Panik.

Auf Kelterns Seite war Alexandra Wilke schlicht nicht zu bremsen. Die Nationalspielerin erzielte 21 Punkte als Topscorerin des Spiels. Dass das trotzdem nicht reichte, sagt einiges über die kollektive Leistung von Alba an diesem Abend aus.

Vier spielerinnen, die alba trugen

Vier spielerinnen, die alba trugen

Kein Ausreißer, kein One-Woman-Show. Was Alba auszeichnete, war die Verteilung der Last. Alina Hartmann und Marie Berthold kamen auf je 12 Punkte, Tessa Stammberger steuerte 11 bei, Lena Gohlisch schloss die Gruppe mit 10 Punkten ab. Eine Mannschaft, die im wichtigsten Moment ihrer Geschichte als Einheit funktionierte.

Saarlouis stolpert, marburg überrascht

Saarlouis stolpert, marburg überrascht

Das Spiel um Platz drei schrieb eine eigene Geschichte. Der Titelverteidiger Saarlouis Royals verlor gegen den BC Marburg mit 62:73 – deutlicher als es irgendjemand erwartet hatte. Marburg ließ keine Zweifel aufkommen und gewann die erste Hälfte bereits mit 34:29.

Berlin bleibt basketball-hauptstadt

Der Pokal ist noch keine Woche alt, da wartet Berlin schon auf das nächste große Kapitel. Vom 4. bis 13. September findet in der Hauptstadt die Basketball-WM der Frauen statt – abwechselnd in der Mercedes-Benz Arena und der Max-Schmeling-Halle. Für eine Stadt, die gerade ihren ersten Pokaltriumph im Damenbasketball gefeiert hat, kommt das zur richtigen Zeit. Berlin hat den Hunger bekommen.