Msv duisburg patzt gegen havelse und verspielt tabellenführung
Der MSV Duisburg hat sich selbst geschlagen. Gegen den Tabellenvorletzten TSV Havelse reichte es nur zu einem 1:1. Die Folge: Die Zebras rutschen auf den Relegationsrang ab und verpassen die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen.
Ein punkt wie eine niederlage
Die Schlussszene sagt alles. Florian Krüger köpft aus fünf Metern, Leon Sommer rettet auf der Linie. Die Duisburger Fangrufe erstarben, auf den Rängen herrschte betretenes Schweigen. „Wir haben uns wie ein Aufstiegskandidat präsentiert, aber wie ein Abstiegskandidat abgeschlossen“, sagte ein sichtlich mitgenommener Dietmar Bartsch nach dem Spiel.
Die Zahlen sind brutal: 72 Prozent Ballbesitz, 18:4 Torschüsse, 11:2 Eckstöße – und trotzdem nur ein Punkt. Die Gäste aus Niedersachsen hatten in der 20. Minute mit dem ersten nennenswerten Angriff getroffen. Arlind Rexhepi vollstreckte nach einem blitzschnellen Konter per Direktabnahme.
MSV-Torjäger Lex-Tyger Lobinger traf zweimal Aluminium, Connor Noß vergab in der 33. Sekunde. Die größte Chance hatte Patrick Sussek, als er nach einem Bartsch-Wechsel frei vor dem Tor auftauchte – sein Schuss landete im Seitenaus.

Zebras verlieren den rhythmus
Die zweite Halbzeit war ein Monolog der Hausherren, aber ohne Happy End. Havelse zog sich zurück, lauerte auf Konter. Die Duisburger wurden immer hektischer, die Flügelläufe ungenauer, die Hereingaben vorhersehbar. Tobias Fleckstein erlöste die Zebras mit einem Kopfball in der 66. Minute, doch mehr als ein Remis sprang nicht heraus.
Die Kontrahenten aus Osnabrück und Cottbus dürften sich bedankt haben. Beide gewannen am Samstag, nun liegt der MSV zwei Punkte zurück. Die Saison ist noch lang, aber diese Niederlage im Kopf könnte teuer werden.
Am Mittwoch geht es nach Ingolstadt. Bartsch muss seine Schützlinge wieder aufrichten – sonst wird der Traum von der 2. Liga zur Geduldsprobe. Havelse feiert einen Punkt, der vielleicht am Ende rettet. Für Duisburg bleibt nur die Erkenntnis: Chancen sind gut, Tore sind besser.
