Alba berlin holt sensationell ersten bbl-pokal – keltern bezwungen
Es war der Abend, an dem Berlin seinen ersten BBL-Pokal-Titel holte – und niemand hatte damit wirklich gerechnet. Die Frauen von Alba Berlin besiegten am 1. März 2026 in der Sömmeringhalle die haushohen Favoritinnen Rutronik Stars Keltern mit 67:62 nach Overtime und schrieben damit Vereinsgeschichte. Tabellenviertplatzierte schlagen den Meister. So geht Sport.
Wie alba den favoriten von beginn an unter druck setzte
Keltern kam als Meisterin, Alba als Außenseiterin. Doch von Beginn an ließ sich die Mannschaft von Trainer Cristo Cabrera davon nicht beeindrucken. Saubere Kombinationen, konsequente Defensivarbeit und vor allem Marie Bertholdt, die mit mehreren starken Aktionen das erste Viertel prägte. Nach zehn Minuten stand es 17:14 für die Berlinerinnen – und knapp 2.300 Fans in der Sömmeringhalle standen auf.
Die erste Hälfte blieb ein Kampf auf Augenhöhe. Kelterns Trainerin Matea Tavic rief früh zur Auszeit, zog die defensive Intensität an. Viel half es nicht. Nina Rosemeyer per Dreier, Alba kompakt in der Zone, kaum Lücken für die Meisterinnen. Die Halbzeitbilanz: 28:28. Ausgeglichen. Nervös. Offen.

Keltern dreht auf – und alba antwortet trotzdem
Nach der Pause sah es plötzlich anders aus. Alba zeigte Unsicherheiten, Keltern fand endlich seinen Rhythmus. Acht Punkte Vorsprung für die Favoritinnen – die Partie schien zu kippen. Stephanie Kostowicz und Alexandra Wilke stellten die Berliner Defensive vor Probleme, die vorher nicht existierten.
Aber dann: Stabilisierung. Alba kämpfte sich zurück, verkürzte auf 43:44 nach dem dritten Viertel. Ein Punkt Rückstand. Das war kein Zufallsergebnis – das war Charakter.

Der dreier, der die halle zum beben brachte
Im Schlussviertel schien Keltern alles im Griff zu haben. Wieder früh weggezogens, wieder scheinbar komfortabel. Drei Minuten vor dem Ende lag Alba hinten. Dann kam Lena Gohlisch. Ihr Dreier zum 54:54 – nach einer starken Defensivphase – ließ die Sömmeringhalle explodieren. Sekunden vor Schluss führte Keltern noch mit einem Punkt. Alba glich aus. Overtime.
Was in der Verlängerung folgte, war eigentlich keine Überraschung mehr für alle, die das Spiel bis dahin gesehen hatten. Keltern traf die Dreier nicht – über 40 Minuten nicht, und auch in der Overtime nicht. Dazu schlichen sich Missverständnisse im Kelteraner Aufbau ein, die Alba eiskalt bestrafte. 67:62 am Ende. Erster Pokaltitel der Vereinsgeschichte.
Was dieser Abend zeigt: Meisterschaften gewinnt man in der Tabelle, Pokale gewinnt man mit Nerven. Alba Berlin hatte beides – und Keltern diesmal keines von beidem.
