Alavés: nervenkitzel bis zur 97. minute – ein muster!

Die Fans des alavés sind es gewohnt: Siege und Niederlagen werden erst in den allerletzten Sekunden entschieden. Quique Sánchez Flores hatte bereits am Freitag gewarnt, und er sollte Recht behalten. Das Team aus Vitoria lebt und atmet den Nervenkitzel, und es deutet wenig darauf hin, dass sich das bald ändern wird.

Die schlussminuten als schauplatz dramatischer ereignisse

Die schlussminuten als schauplatz dramatischer ereignisse

Die letzten sechs Partien des alavés waren ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Außer in Vigo, wo die erneute Überraschung erst zwölf Minuten vor dem Schlusspfiff gelang, wurden die Duelle in den letzten zehn Minuten entschieden – mal zum Glück, mal zum Leid.

Boyé avancierte in den letzten drei Heimspielen zum gefragten Mann. Letzten Sonntag markierte er gegen Osasuna in der Nachspielzeit den Ausgleich per Elfmeter. Bereits einen Monat zuvor sorgte er mit seinem Treffer in der 89. Minute gegen Girona für den Punkt. Der bittere Nachgeschmack kam im ersten Spiel unter Quique gegen Villarreal: Nicolas Pepe traf in der 97. Minute und raubte dem alavés den Sieg.

Auch auswärts blieb es spannend. In Vigo gelang Abde Rebbach in der 78. Minute der Ausgleich. Doch in Valencia musste das Team zwei schmerzhafte Pleiten hinnehmen. Gegen Levante gingen die Punkte durch zwei späte Treffer von Carlos Espi (88. und 97. Minute) verloren. Noch schlimmer war die Vorstellung in Mestalla, wo ein vermeintlicher Sieg durch zwei Gegentreffer in der Nachspielzeit verspielt wurde.

Die Tendenz ist klar: Der alavés ist ein Team, das bis zum Schluss kämpft – oder eben leidet. Die Fans müssen sich darauf einstellen, dass jeder Punkt hart erkämpft sein wird, und jeder Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde ein Feuerwerk der Emotionen verspricht. Das Team scheint sich an dieses Leben im Nervenkitzel gewöhnt zu haben, und es ist schwer vorstellbar, dass sich das noch ändern wird.