Alavés: mendizorroza wird zur durststrecke – rettung in gefahr?
Ein Schock für die baskische Fußballöffentlichkeit: Der Alavés verpasst es erneut, sich wichtige Punkte in der Abstiegskampagne zu sichern. Das Unentschieden gegen Osasuna in Mendizorroza wirft einen langen Schatten und lässt die Fans bangen. Der vermeintlich sichere Hafen, die Heimspiele, sind plötzlich zum Stolperstein geworden.

Die misere in eigener halle
Quique Setién warnte bereits am Freitag vor der Bedeutung der Heimspiele für das rettende Ufer. Doch die Realität sieht düster aus: Seit dem 25. Januar, dem einzigen Heimsieg gegen Betis, herrscht in Mendizorroza gnadenlose Torflaute. Sechs Ligapartien wurden absolviert, das Ergebnis ist erschreckend: ein Sieg, vier Unentschieden und eine Niederlage. Die Euphorie, die es nach dem Betis-Sieg gab, ist längst verflogen, und die Frage, wie man diese erschreckende Heimschwäche überwinden kann, drängt sich auf.
Die verpassten Chancen sind bitter. Die Unentschieden gegen Oviedo und Girona kratzten nur wenig an der Situation, und auch gegen Osasuna konnte man keine drei Punkte auf das Konto bringen. Das Ausrutschen gegen Villarreal in der allerletzten Sekunde, und die schmerzhafte Niederlage gegen Getafe, haben die Lage zusätzlich verschärft. In der Hinrunde glänzte der Alavés noch mit vier Heimsiegen, doch im Rückrundenabschnitt scheint das Team die Leichtigkeit verloren zu haben.
Die kommenden Aufgaben sind alles andere als einfach: Auswärtsspiele gegen Athletic und Real Madrid stehen bevor, gefolgt von einem entscheidenden Heimspiel gegen Mallorca. Drei Monate ohne Heimsieg – ein Luxus, den sich der Alavés in der entscheidenden Phase der Saison nicht leisten darf. Die Verantwortlichen müssen dringend eine Lösung finden, um die verlorene Heimstärke wiederherzustellen, bevor es zu spät ist. Denn die Konkurrenz schläft nicht, und jeder verlorene Punkt könnte das endgültige Aus bedeuten.
Die Zahlen lügen nicht: In der ersten Saisonhälfte wurde zuhause deutlich erfolgreicher gespielt. Die Abwehr wirkte stabiler, die Offensive zielgerichteter. Was ist also passiert? Hat die Mannschaft den Druck des Abstiegskampfes zu sehr innerlich verarbeitet? Oder fehlt es an taktischer Flexibilität, um auf die jeweiligen Gegner zu reagieren? Fest steht: Der Alavés muss seine Hausaufgaben machen, wenn er den Abstiegskampf erfolgreich überstehen will. Die Zeit drängt, und die Fans in Vitoria haben das Recht, auf eine kämpferische und entschlossene Reaktion ihres Teams zu hoffen.
