Aday mara schreibt geschichte: erster spanier in der final four

Aday Mara ist nicht mehr nur ein Name in den Akten des spanischen Basketballs – er ist jetzt ein Kapitel für sich. Der 2,21-Meter-Hünke aus Zaragoza hat als erster Iberer überhaupt die NCAA Final Four erreicht. Mit 22 Jahren. Als Anker. Als Anführer. Als Ausnahme.

Die Michigan Wolverines demolierten Tennessee mit 95:62, und Mara war mitten im Getümmel: 11 Punkte, darin ein Dreier, der die Defense kalt erwischte, 4 Rebounds, 2 Blocks, 1 Steal. Statistik? Nein, Visitenkarte. „Wir haben unseren Job gemacht und noch ein bisschen mehr“, sagte er nach dem Schlusspfiff, das Grinsen kaum versteckt. „Ich bin einfach glücklich für meine Jungs, für die Coaches – die Arbeit hat sich ausgezahlt.“

Yaxel lendeborg macht es ihm leicht

Yaxel lendeborg macht es ihm leicht

Den größten Applaus kassierte jedoch Yaxel Lendeborg: 27 Punkte, 7 Rebounds, ein One-Man-Show. Mara lobt ihn nicht, er schwärmt: „Ich hab’s schon millionenfach gesagt – er macht alles. Draußen und auf dem Parkett. Mit ihm an meiner Seite fühlt sich alles leichter an.“

Die Marschroute steht: Sonntag wartet Arizona, frisch gekocht aus dem Purdue-Kessel. „Physis, harte Minutes, kein modernes Basketball-Theater“, warnt Mara. „Wir kennen ihre Taktik, wir kennen unsere Hausaufgaben. Feiern gibt’s nur heute, morgen beginnt die Nachtschicht.“

Die Nachtschicht, die Geschichte schreiben könnte. Denn wenn Michigan gewinnt, steht der Aragonese vor dem Finale – und Spanien vor dem ersten NCAA-Titel überhaupt. Mara lacht nicht mehr nur. Er träumt laut. „Wir sind noch nicht am Ziel. Aber wir riechen es.“