600 Einsätze, ein a auf der brust: maier schreibt lakers-geschichte

Fabian Maier spielt heute Abend im Zweiten Viertelfinal gegen Fribourg-Gottéron sein 600. Pflichtspiel für die SC Rapperswil-Jona Lakers. Seit Sommer 2016 zieht der 34-jährige Verteidiger treu das rot-weiße Trikot über den Kopf – und trägt in dieser Saison erstmals das „A“ des Assistenzcaptains.

Ein sommerwechsel, der sich auszahlte

Vom HC Thurgau kam Maier vor neun Jahren als solide Defensivkraft an den Zürichsee. Was danach folgte, war keine Spektakel-Show, sondern Dauerlaufleistung: 52 Spiele in der Regular Season 2025/26, fünf Assists, unzählige Blocks und Checks. Keine Verletzungspause, kein Formtief, kein Rumoren über einen Wechsel. Stabilität ist in der schnelllebigsten Liga der Welt ein rares Gut – Maier liefert sie seit 3285 Tagen ab.

Die Lakers verlängerten seinen Kontrakt bereits bis 2027. Für den Klub ist das keine Gefälligkeitsentscheidung, sondern ein Statement: Loyalität zahlt sich aus, Erfahrung gewinnt Play-offs. Und genau dort steht Rapperswil jetzt, nach Platz fünf in der Hauptrunde und dem 2:1-Sieg im Auftaktmatch gegen die Freiburger.

Die zahl, die niemand erwartete

Die zahl, die niemand erwartete

600 Spiele für ein und denselben NL-Klub schaffen nur 13 aktive Spieler. Maier rutscht in diese illustre Liste hinein, ohne je ein All-Star-Game oder eine Nationalteamnominierung erhalten zu haben. Seine Waffe: die kleinen Dinge. Der richtige Stabcheck am blauen Strich. Das klare First-Pass-Out aus der Zone. Die Strafzeit, die er nie kassiert, weil er die Lage zwei Sekunden früher erkennt.

Gegen Gottéron wird er erneut mit Mattias Seger und Joël Genazzi die erste Verteidigerreihe bilden. Trainer Markus Kämpf schwärmt offen: „Fabian ist unser Ruhepol. Wenn in der Kabine das Tempo 200 ist, redet er einmal – und alle hören zu.“

Die Lakers führen in der Serie 1:0. Sollten sie heute vor heimischem Publikum nachlegen, wäre Maiers Jubiläumsspiel auch der Matchball zum Halbfinale. Die perfekte Symbiose aus persönlicher Meilenstein und Teamziel.

600 Spiele, ein „A“ auf der Brust, ein Vertrag bis 2027 – und trotzdem kein Ende in Sicht. Fabian Maier beweist: In der Geschwindigkeit des Eishockeys gibt es noch Platz für Kontinuität. Wer jetzt nach Rapperswil schaut, sieht nicht nur einen Routinier, sondern ein Lehrstück darüber, wie man sich in der NL ein Leben baut – Schicht für Schicht, Eiszeit für Eiszeit.