5:2-Klatsche: hertha zerlegt mislintats fortuna und schickt sie in den abstiegsstrudel
Ein Lattenkracher, ein Kollaps, ein Klassenerhalt in Gefahr. Fortuna Düsseldorf kassierte gegen Hertha BSC eine 2:5-Schlappe und liegt nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz. Sportvorstand Sven Mislintat sieht seine Mannschaft plötzlich wieder im Kampf gegen den Abstieg.
11. Minute: der moment, der alles drehte
Anouar El Azzouzi zieht ab, der Ball knallt auf die Unterkante der Latte. Es wäre das 2:0 gewesen, womöglich die Vorentscheidung. Stattdessen erwacht Hertha, trifft viermal noch vor der Pause und lässt die Fortuna-Anhänger in den Reihen schaudern. „Wir haben nicht unsere Leistung auf den Platz gebracht“, sagt Mislintat. „Und wurden jeden Fehler brutal bestraft.“
Die Statistik ist gnadenlos: fünf Gegentore, alle nach Umschaltsituationen, alle aus Kontern, bei denen Düsseldorfs Restverteidigung wie leeres Gebiet wirkte. Nach noch drei Wochen mit durchschnittlich unter einem Gegentor pro Spiel zeigt diese Leistung, wie schnell sich eine Saison drehen kann.

Mislintat zieht die notbremse
„Niemand ist zu gut für den Abstiegskampf“, wettert der Sportvorstand. Die Aussage trifft ins Mark, denn der Kader galt vor Saisonbeginn als aufstiegsreif. Stattdessen schaut die Fortuna nach zwei Pleiten in Folge wieder nach unten. Drei Punkte Vorsprung auf Platz 16, ein Torverhältnis, das sich rapide verschlechtert, und eine Verletztenliste, die Stabilität verhindert.
Die Länderspielpause bis 4. April kommt da gerade recht. Automatismen sind abhandengekommen, Stabilität fehlt – Mislintat hofft auf Rückkehrer, um „die nötigen Punkte aus eigener Kraft“ zu holen. Ob das reicht, wird sich zeigen. Fakt ist: Nach dem 2:5 gibt es nichts schönzureden. Die Fortuna muss sich wehren, sonst wird es eng am Rhein.
