28 Nl-profis, die die nhl nie spielten – und einige nie werden

Der Entry-Draft rückt näher, die Playoffs in der NHL haben noch nicht einmal begonnen – und trotzdem lohnt sich jetzt ein nüchterner Blick auf jene Spieler, die in der National League ihr Geld verdienen, aber längst von einer NHL-Franchise gezogen wurden. 28 Namen. Manche mit echter Zukunft in Nordamerika. Viele ohne jede realistische Chance mehr. Und ein paar, bei denen der Zug schon lange abgefahren ist.

Die jungen: hoffnung, aber kein vertrag

Drei Spieler wurden erst im letzten Sommer gedraftet: Basile Sansonnens, Elijah Neuenschwander und Ludvig Johnson, alle Jahrgang 2006. Bei ihnen ist es noch früh, zu urteilen. Anders sieht es bei Rico Gredig aus – der Stürmer wurde 2024 von den New York Rangers gezogen, hat aber keinen Vertrag unterschrieben. Stattdessen verlässt er den HC Davos und wechselt zum EV Zug. Ein Signal, das man nicht ignorieren sollte.

Antoine Keller zog während der laufenden Saison zum HC Ajoie und lieferte beim Tabellenletzten solide Leistungen. Brian Zanetti (HC Lugano), Manix Landry (HC Ambri-Piotta) und Simon Knak (HC Davos) komplettieren die Gruppe der Jungen ohne NHL-Vertrag. Landry spielt übrigens mit Schweizer Lizenz – nicht mit Schweizer Pass, ein Unterschied, der im Transfermarkt durchaus eine Rolle spielt.

Die generation 2000: theoretisch möglich, praktisch weit weg

Die generation 2000: theoretisch möglich, praktisch weit weg

Benjamin Baumgartner, Nico Gross und Valentin Nussbaumer sind Jahrgang 2000. Für sie gilt: Ein NHL-Vertrag wäre noch denkbar – aber nur dann, wenn sie die Liga so dominieren würden, wie Gregory Hofmann es 2021 tat, als er den EV Zug zum Titel schoss. Davon sind alle drei derzeit weit entfernt. Kein Schönreden.

Jakob Stukel (Jahrgang 1997) ist der erste Importspieler in dieser Liste. Der Stürmer hat eigentlich einen Vertrag beim EHC Basel in der Swiss League, spielt aktuell aber mit B-Lizenz für den HC Ajoie. Die Vancouver Canucks drafteten ihn 2016 – über einen AHL-Vertrag kam er nie hinaus. Joren van Pottelberghe hingegen, 2015 von den Detroit Red Wings gezogen, bekam nie die Möglichkeit, sich in Nordamerika zu zeigen. Er müsste die Liga komplett beherrschen, um überhaupt noch auf einem Scout-Radar aufzutauchen.

Die veteranen: sprunger verabschiedet sich, herzog wechselt

Die veteranen: sprunger verabschiedet sich, herzog wechselt

Bei den Spielern über 30 wird die Sprache klarer. Julien Sprunger, Jahrgang 1986, beendet seine Karriere. Die Minnesota Wild drafteten ihn 2004, ein Wechsel nach Nordamerika schien zwischenzeitlich möglich – bis ein brutaler Check von David Backes an der Heim-WM 2009 alles veränderte. Sprunger blieb. Er blieb ein Leben lang beim HC Fribourg-Gottéron und wurde zu „Mr. Gottéron