14 Deutsche darts-profis jagen in leicester den nächsten coup

Montag, 14 Uhr deutscher Zeit: In Leicester fliegen wieder die Pfeile. Die Players Championship 7 wirft ihre Schatten voraus – und mit ihr die Frage, ob Max Hopp oder Gabriel Clemens den Bann der Niederlande und Englands endlich brechen.

Die deutschen karten in der arena

Die deutschen karten in der arena

14 Tourcard-Inhaber starten, doch einer fehlt bewusst. Maximilian Czerwinski, in der Szene „Die Gurke“ genannt, hat für die beiden Floor-Turniere abgesagt. Gründe nennt er keine, die Gerüchteküche brodelt: zu viele Events, zu wenig Punkte, zu hohe Reisekosten? Die Antwort bleibt offen. Die anderen ziehen trotzdem in den Krieg: Martin Schindler jagt nach seiner Viertelfinal-Form von Hildesheim, Niko Springer will endlich die Last der Top-32-Qualifikation abschütteln.

Die Gegner sind dieselben wie immer: Jonny Clayton, Stephen Bunting und Michael van Gerwen führen das Feld an. Premier-League-Stars, die sich zwischen TV-Rampenlicht und Pro-Tour-Stress hin- und hergerissen sehen. Wer glaubt, Luke Littler würde hier endlich sein Debüt auf der Pro-Tour geben, liegt falsch. Der Weltmeister bleibt weiter auf Null Matches in dieser Saison – ein Fakt, der selbst in der PDC-Zentrale Stirnrunzeln verursacht.

Und dann ist da noch Gian van Veen. Der Niederländer war am Handgelenk operiert worden, die Schmerzen halten ihn noch in Schach. Seine Pause ist kein Luxus, sondern medizinische Notwendigkeit. Die Konkurrenz atmet auf – sie wisse, dass der 23-Jährige bei voller Kraft ein Monster auf der Doppellaune ist.

Die deutsche Hoffnung? Statistisch bröckelt sie. In den ersten sechs Events holten die 14 Helden gerade einmal drei Achtelfinal-Einzüge. Kein Titel, kein Finale, kaum TV-Zeit. Doch genau darin liegt der Reiz. Die Pro Tour ist kein glamouröser Saal, sondern ein schummriges Conference-Center, in dem ein einziger Neundarter die Saison plötzlich aufhellen kann.

Los geht’s auf pdc.tv. Wer schaut, sollte sich auf lange Sessions einstellen: vier Boards parallel, 128 Spieler, bis Mitternacht Darts nonstop. Für Hopp und Clemens ist das ein Arbeitstag wie jeder andere – nur mit mehr Bull’s Eye und weniger Bullshit.