Spaniens tennis-boom: sieben spieler bald in den top 100
Vier Spanier in den Top 100 nach Indian Wells – das war der Stand noch vor wenigen Tagen. Am Montag, dem 30. März, könnte diese Zahl auf sieben steigen. Der Challenger 100 in Alicante entscheidet mit, und zwei Namen stehen dabei besonders im Fokus: Pablo Carreño und Pedro Martínez.
Viertelfinale in alicante: carreño gegen martínez
Im Club Montemar treffen die beiden Spanier aufeinander – ein Duell, das mehr bedeutet als nur einen Platz in der nächsten Runde. Martínez, der Valenciano, ließ Remy Bertola nach einem holprigen Start keine Chance mehr: 4:6, 6:0, 6:1. Carreño dagegen hatte es schwerer. Der Asturier benötigte drei Sätze gegen den Qualifikanten Alejo Sánchez, Nummer 527 der Weltrangliste – 3:6, 7:5, 6:3. Kein Spaziergang. Aber ein Sieg.

Carreño mit sieben siegen in serie – ein jahr später
Was Carreño gerade zeigt, ist bemerkenswert. Sieben Siege in Folge, genau ein Jahr nach einer vergleichbaren Erfolgsserie. Der 34-Jährige, frischgebackener Turniersieger vom Sonntag in Murcia, hat bewusst auf die Qualifikationsrunden der ersten beiden Masters-1000-Turniere verzichtet. Sein Plan: Fokus auf Sand. Die Ergebnisse geben ihm recht.
Auch privat hat sich etwas verändert. Carreño lebt inzwischen nicht mehr in Barcelona, sondern in Madrid. Ob das seinen Tennisrhythmus beeinflusst, lässt sich nicht messen – aber die Form spricht für sich.

Das teneriffa-muster wiederholt sich
Wer nach einem Vergleichspunkt sucht, wird in Teneriffa 2025 fündig. Dort gewann Carreño gleich beide Challenger-Turniere hintereinander und baute diesen Schwung direkt in die Qualifikation von Indian Wells ein. Alicante könnte jetzt der nächste Baustein in dieser Entwicklung sein.
Das Spiel gegen Sánchez war dabei kein Selbstläufer. Ständige Aufschlagverluste auf beiden Seiten machten die Partie unberechenbar. Aber Carreño blieb dran. Das ist das Zeichen eines Spielers, der weiß, was er will – und der es sich leisten kann, auch mal zu wackeln.
