Laimer-poker beim fc bayern: toni kroos setzt sich ein!

München – Der FC Bayern bangt um Konrad Laimer. Was als mühelose Vertragsverlängerung galt, zieht sich zäh in die Länge. Und nun schaltet sich eine unerwartete Stimme ein: Toni Kroos, der ehemalige Bayern-Star, spricht sich klar für den Österreicher aus. Ein Signal an die Verhandlungspartner?

Die gehaltsvorstellungen trennen die parteien

Die Verhandlungen um die Zukunft von Konrad Laimer (28) beim FC Bayern sind ins Stocken geraten. Ursprünglich galt eine Verlängerung des Vertrages des österreichischen Mittelfeldspielers als Formsache, doch nun scheinen die Gespräche festzuhängen. Der Knackpunkt: Das Gehalt. Laimer soll künftig rund 15 Millionen Euro pro Saison fordern, während der FC Bayern offenbar nicht bereit ist, diese Summe zu zahlen. Aktuell verdient der 28-Jährige schätzungsweise 8 bis 9 Millionen Euro.

Das Thema beschäftigt die Fans und nun auch ehemalige Spieler. Toni Kroos, der 2014 zu Real Madrid wechselte, hat im Podcast „Einfach mal Luppen“ seine Meinung geäußert. „Er ist wichtig für die Mannschaft. Er hat seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt“, betonte der Weltmeister von 2014. Ein starkes Plädoyer für den Bayern-Profi. „Das darf man bei Spielern nicht unterschätzen, die keine 40 Tore machen, auch denen ’nen Euro zu bezahlen!“, fügte Kroos hinzu – eine klare Ansage an die Finanzabteilung des FC Bayern.

Hoeneß’ deutliche worte stehen im kontrast

Hoeneß’ deutliche worte stehen im kontrast

Kroos’ Aussagen stehen jedoch im krassen Gegensatz zu den jüngsten Worten von Bayern-Patron Uli Hoeneß. Dieser hatte bei DAZN zwar Laimers Bedeutung hervorgehoben, gleichzeitig aber betont, dass der Verein Grenzen setzen müsse. „Konny ist ein Spieler, den ich sehr schätze. Er ist für die Mannschaft extrem wichtig“, sagte Hoeneß. Doch dann folgte die nüchterne Feststellung: „Aber er ist eben nicht Maradona.“ Eine klare Ansage, die die Verhandlungen weiter verkomplizieren dürfte.

Besonders brisant: Kroos kennt die Gehaltsverhandlungen beim FC Bayern nur zu gut. Sein eigener Wechsel zu Real Madrid im Jahr 2014 – damals für rund 30 Millionen Euro – war ebenfalls das Ergebnis gescheiterter Gehaltsverhandlungen. Ein Abgang, der von vielen Bayern-Fans bis heute bedauert wird. Laimer hingegen hat sich seit seinem ablösefreien Wechsel von RB Leipzig 2023 zu einer festen Größe im Mittelfeld des Rekordmeisters entwickelt. Trainer Vincent Kompany schätzt seine Vielseitigkeit, Laufstärke und seinen unermüdlichen Einsatz.

Die Entscheidung, ob Laimer in München bleibt oder sich nach neuen Herausforderungen umsehen muss, liegt nun bei Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen. Die Uhr tickt, denn andere Klubs dürften ebenfalls ein Auge auf den talentierten Österreicher geworfen haben. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.