Spanien demütigt weltmeister – rugby 7 auf kurs!

Ein Paukenschlag aus Hongkong! Die spanische Rugby 7-Nationalmannschaft hat den amtierenden Weltmeister Südafrika mit einer beeindruckenden Leistung in den Schatten gestellt und damit die Aussichten auf den Einzug in die Viertelfinals der Hong Kong Stage der World Rugby Sevens Series deutlich verbessert. Der Sieg ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Zeichen des wachsenden Potenzials des spanischen Rugbys.

Die offensive blüht auf – südafrika überrascht

Nach einer enttäuschenden Auftaktpartie gegen Argentinien (14-38), in der die Mannschaft von Paco Hernández noch deutliche Schwächen zeigte, präsentierte sie gegen die “Blitzbokke” eine bisher in dieser Saison nicht gesehene Offensivpower. Mit einem klaren 31:12-Sieg demonstrierte Spanien, dass man sich zu einer ernsthaften Größe im internationalen Rugby 7 entwickelt hat. Die Leistung war so dominant, dass selbst die südafrikanische Defensive, die in der regulären Saison für ihre Stabilität bekannt ist, völlig überrascht wurde.

Das Debüt im neuen Kai Tak Park verlief für Spanien zunächst alles andere als rosig. Der argentinische Stürmer Marcos Moneta eröffnete das Spiel nach nur zehn Sekunden mit einem frühen Versuch, und die erste Halbzeit endete mit einem deutlichen Rückstand von 0:26. Doch diese anfängliche Schockstarre weckte den Kampfgeist der Spanier, die im zweiten Durchgang die Kontrolle übernahmen und die Südafrikaner regelrecht überrannten.

Eduardo López und Tobías Sainz-Trápaga waren die herausragenden Spieler des Matches und erzielten jeweils zwei Versuche. Der Ball lief reibungslos, die Abstimmung stimmte, und die Verteidigung hielt den Druck stand. Jeremy Trevithick komplettierte den Torreigen für Spanien, während die Südafrikaner durch Shilton van Wyk und Donovan Don lediglich kosmetische Ergebnisse erzielten.

Damen kämpfen, aber scheitern

Damen kämpfen, aber scheitern

Die Damen hatten leider keinen so erfolgreichen Tag. Zwei Niederlagen gegen die USA (7-24) und Frankreich (14-31) bedeuteten, dass auch sie sich nun im Kampf um die Vermeidung der letzten Plätze beweisen müssen. Die Partie gegen die USA begann vielversprechend mit einem frühen Versuch von Juana Stella, doch die Amerikanerinnen zeigten schnell ihre Klasse und gingen zur Pause bereits in Führung. Auch gegen Frankreich war Spanien zwar bemüht, aber die Französinnen waren letztendlich zu stark. Die individuellen Aktionen von Stella und Denisse Gortázar waren zwar sehenswert, konnten das Ergebnis aber nicht mehr aufbessern.

Alles in allem ein turbulenter Tag für das spanische Rugby. Während die Herren auf dem besten Weg in die Viertelfinals sind, müssen die Damen nun um jeden Punkt kämpfen. Die nächste Aufgabe: Das morgige Spiel gegen Uruguay. Ein Sieg ist Pflicht, um die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden in Hongkong am Leben zu erhalten. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zu Höchstleistungen fähig ist – nun gilt es, diese Leistung zu wiederholen und den Aufwärtstrend fortzusetzen.