Sonnekalb verpasst bei olympia-debüt knapp die top 10

Sonnekalb verpasst bei olympia-debüt knapp die top 10

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Der deutsche Eisschnelllauf-Nachwuchsstar Finn Sonnekalb hat bei seinen ersten Olympischen Spielen einen soliden, aber nicht optimalen Start hingelegt. Der 18-jährige Erfurter lief am Mittwoch über die 1000 Meter in einer Zeit von 1:08,80 Minuten auf den zwölften Platz und verpasste damit eine Top-10-Platzierung. Trotz eines Infekts in der Vorbereitung zeigte Sonnekalb eine kämpferische Leistung.

Olympia-debüt mit luft nach oben

Sonnekalb, der als jüngstes männliches Mitglied des deutschen Teams nach Italien gereist war, hatte vor allem auf seiner Paradestrecke, den 1500 Metern (Start am 19. Februar), Außenseiterchancen. Die Medaillenränge blieben jedoch in Reichweite. Der Sieg ging an den US-amerikanischen Sprintstar Jordan Stolz, der mit einer Zeit von 1:06,28 einen neuen olympischen Rekord aufstellte.

Das podium und die deutschen ergebnisse

Neben Stolz komplettierten der niederländische Vize-Weltmeister Jenning de Boo (1:06,78) und der Chinese Ning Zhongyan (1:07,34) das Podium. Die weiteren deutschen Starter Moritz Klein und Hendrik Dombek belegten mit identischen Zeiten von 1:09,19 die Plätze 15 und 16, getrennt durch lediglich drei Tausendstelsekunden. Eine sehr enge Entscheidung!

Sonnekalbs lauf und die startposition

Sonnekalb startete im 13. von 15 Paaren – eine gute Position, die seine starken Leistungen im olympischen Winter widerspiegelte. Trotz eines nicht optimalen Starts (16,77 Sekunden) steigerte er sich im Laufe des Rennens. Den Anschluss an die Spitze konnte er aber nicht mehr herstellen. Er zeigte dennoch eine solide Leistung, die ihm Selbstvertrauen für die kommenden Rennen geben sollte.

Hoffnungen auf die zukunft und die situation der desg

Trotz seines jungen Alters trägt Sonnekalb bereits die Hoffnungen der deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG). Nach vielen Jahren ohne Medaille bei Olympischen Spielen (seit 2014) ruhen die Erwartungen auf dem jungen Talent. Die DESG kämpft jedoch weiterhin mit strukturellen Problemen, wie eine aktuelle ARD-Recherche zeigt.

Unmut innerhalb der desg

Die ARD berichtet von wachsendem Unmut unter den Athleten gegenüber der Verbandsspitze, insbesondere gegen DESG-Präsident Matthias Große, der mit der fünffachen Olympiasiegerin Claudia Pechstein liiert ist. Die Situation innerhalb des Verbandes scheint angespannt.

Vater schädler erfüllte sich seinen traum

Unter den Zuschauern in Mailand befand sich auch Gerrit Schädler, der Vater von Finn Sonnekalb. Er hatte eine Wette eingelöst und die Strecke von Erfurt nach Mailand mit dem Fahrrad zurückgelegt – über 1000 Kilometer und sieben Tage lang! Er hatte Finn versprochen, nach Mailand zu kommen, sollte er sich für die Olympischen Spiele qualifizieren.

Weitere entwicklungen und kommende rennen

Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich Sonnekalb auf den 1500-Meter-Lauf vorbereitet. Die gesamte deutsche Eisschnelllauf-Mannschaft hofft auf eine Steigerung und mögliche Medaillen. Die Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind noch lange nicht vorbei!