Sommerreise-alarm: so schützen sie ihre reifen – und sparen bares geld!
Die Urlaubszeit naht, und damit der Spaß am Roadtrip nicht durch geplatzte Reifen oder leere Geldbeutel getrübt wird, sollten Autofahrer jetzt handeln. Denn die steigenden Temperaturen stellen die Gummis an unseren Fahrzeugen auf eine harte Probe – und wer hier vernachlässigt, zahlt am Ende doppelt.
Die physik des sommers: warum der reifendruck steigt
Während viele Autofahrer bereits die Koffer packen und sich auf lange Strecken freuen, übersehen viele den einfachen, aber wichtigen Check der Reifen. Die Wahrheit ist: Reifen sind der einzige Kontaktpunkt zwischen Auto und Asphalt, und ihre Beschaffenheit hat direkten Einfluss auf Bremsweg, Stabilität und Fahrverhalten. Mit der Hitze beginnt das Spiel der Physik: Die Luft im Reifen dehnt sich aus, der Druck steigt. Das ist besonders kritisch, wenn das Fahrzeug voll beladen ist – ein Szenario, das im Sommer häufig vorkommt.
Laerte Salvini von Gazzetta Motori weist auf ein häufig übersehenes Problem hin: „Viele Autofahrer vergessen, dass warme Reifen niemals abgelassen werden sollten. Die Luft darin hat sich bereits ausgedehnt, und das Ergebnis wäre ein zu niedriger Reifendruck, sobald die Reifen wieder abkühlen.“

Die goldene regel: messen sie den druck immer kalt
Die wichtigste Regel ist klar: Reifendruck messen Sie immer in kaltem Zustand – also mindestens zwei Stunden nach der Fahrt oder nach maximal 3-5 Kilometern bei geringer Geschwindigkeit. Die empfohlenen Werte finden Sie im Handbuch Ihres Autos oder auf der Fahrertür. Bei voller Beladung sollten Sie den Druck entsprechend anpassen. Ein Tipp: Ignorieren Sie nicht die Rußedecke! Auch hier gilt: Der Reifendruck muss korrekt sein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Alter der Reifen. Das DOT-Datum verrät, wann die Reifen produziert wurden. Reifen älter als fünf bis sechs Jahre sollten ausgetauscht werden, auch wenn das Profil noch ausreichend ist. Achten Sie außerdem auf Risse im Reifenflank
Aquaplaning, lange bremswege und der geldbeutel
Wer am Reifendruck spart, zahlt am Ende am Tankstellen-Schlauch. Ein Unterdruck von nur wenigen Bar kann den Spritverbrauch um bis zu 10 % erhöhen! Die Rechnung ist deutlich: Schon eine leichte Unterforderung führt zu einer erhöhten Verformung des Reifens und somit zu einem höheren Rollwiderstand. Aber Vorsicht: Ein falscher Reifendruck führt auch zu ungleichmäßigem Verschleiß und verlängert den Bremsweg, besonders bei Nässe – Aquaplaning ist dann keine Seltenheit mehr.
Und wer die TPMS-Warnleuchte ignoriert, riskiert noch mehr. Ein plötzlicher Reifenplatzer auf der Autobahn ist der Albtraum jedes Autofahrers – und lässt sich durch regelmäßige Reifenkontrollen vermeiden.
Die Investition in die Sicherheit und die Vermeidung von unnötigen Kosten zahlt sich aus. Regelmäßige Kontrollen – mindestens einmal im Monat und vor jeder längeren Reise – sind Pflicht für jeden verantwortungsbewussten Autofahrer.
