Skilegende riedel stirbt mit 88 – ein leben für den sport

Der deutsche Skisport trauert um eine seiner größten Ikonen: Eberhard Riedel, der erfolgreichste alpine Skirennläufer der DDR, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Sein Tod markiert das Ende einer Ära, die von außergewöhnlichem Talent, unermüdlichem Einsatz und einem tiefen Respekt für den Sport geprägt war.

Ein überraschungssieg in adelboden, der in die geschichte einging

Riedel schrieb bereits 1961 Sportgeschichte, als er sensationell den Riesenslalom in Adelboden gewann. Dieser Sieg war nicht nur ein Triumph für ihn persönlich, sondern auch ein Meilenstein für den gesamten deutschen Skisport. Die Nachricht von seinem Tod, am Ostersonntag nach kurzer, schwerer Krankheit, hallt nun durch die Sportwelt.

Die Olympischen Winterspiele von 1960 in Squaw Valley, 1964 in Innsbruck und 1968 in Grenoble waren für Riedel wichtige Stationen. Obwohl seine beste olympische Platzierung der 13. Platz im Slalom war, demonstrierte er stets sein Können und seinen Kampfgeist. Sein Sohn Peter Riedel beschreibt ihn als einen Mann, „der kein lauter Mensch war, keiner, der sich in den Vordergrund drängte. Er arbeitete, trainierte und kämpfte – still, konsequent und mit einem tiefen Respekt vor seinem Sport und seinen Mitstreitern.“

Von der piste an die seitenlinie – trainer von jens weißflog

Von der piste an die seitenlinie – trainer von jens weißflog

Nach dem Ende der Förderung des alpinen Skisports beendete Riedel seine aktive Karriere. Doch der Sport blieb seine Leidenschaft. Er studierte in Leipzig und war anschließend als Trainer im Fußball und Skispringen tätig. Ein besonderes Kapitel seiner Trainerlaufbahn war die kurzzeitige Betreuung des späteren Olympiasiegers Jens Weißflog in Oberwiesenthal. Ein unerwarteter Wechsel, der zeigt, wie vielseit sein sportliches Verständnis war.

„Ich habe mich im Krankenhaus noch von ihm verabschieden und ihm viele Sachen, die mir noch auf dem Herzen lagen, sagen können“, so sein Sohn Peter. Statt Blumenspenden wünschte sich Riedel, dass an den ASC Oberwiesenthal gespendet wird – ein Zeichen seines tiefen Verbundenheit mit seinem Heimatverein und dem deutschen Wintersport.

Eberhard Riedel hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Sein Vermächtnis aber lebt weiter – in den Herzen der Fans, in den Erinnerungen seiner Weggefährten und in der Geschichte des deutschen Sports. Sein unermüdlicher Einsatz und sein fairer Sportgedanke werden uns immer in Erinnerung bleiben. Die Zahl 88, sein Lebensalter, ist mehr als eine Zahl – sie ist ein Zeugnis eines erfüllten Lebens, das dem Sport gewidmet war.