Sc magdeburg: vind kommt, barthold geht – personalwende im rückraum!
Die Elbestädter krempeln ihren Kader für die kommende Saison um. Sebastian Barthold verlässt den SC Magdeburg überraschend früh und schließt sich Mors-Thy Handbold an. Damit steht ein Fragezeichen über der Besetzung des linken Rückraums, während die Planungen für Rechtsaußen bereits feststehen.

Neuzugänge und abschiede: ein überblick über die kaderveränderungen
Nachdem der Verbleib von Oscar Bergendahl bereits vermeldet wurde, präsentierte der SCM mit Oskar Vind einen ersten Neuzugang für die Saison 2026/27. Der Däne rückt auf die Rechtsaußenposition, die zuvor von Tim Hornke besetzt war, der seine Karriere beendet hat. Vind, ein erfahrener Spieler, wird das Duo mit Daniel Pettersson vervollständigen, dessen Vertrag bis 2027 verlängert wurde – ein klares Zeichen der Wertschätzung für den etablierten Rückraumspieler.
Ein weiterer Lichtblick für die Magdeburger ist die Rückkehr von Antonio Serradilla. Der Spanier, der in der vergangenen Saison bereits für den SCM spielte und schnell die Fans in seinen Bann zog, kehrt nach einem Zwischenstopp in Stuttgart zurück. Mit einem Drei-Jahres-Vertrag unterstreicht der Verein seine Absicht, langfristig auf Serradillas Fähigkeiten im linken Rückraum zu setzen. Seine Defensivstärke wird dabei besonders geschätzt.
Im Tor steht der Abgang von Sergey Hernandez fest, der im August 2025 zu Barcelona wechselt. Für ihn kommt Dominik Kuzmanovic vom VfL Gummersbach, ein junger und talentierter Torwart, der mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausgestattet wird. Gemeinsam mit Matej Mandic, der ebenfalls zur Nationalmannschaft Kroatiens gehört, bildet Kuzmanovic das neue Torhüterduo, nachdem Nikola Portner bereits seinen Abschied angekündigt hat. Die beiden kennen sich bestens aus dem Nationalteam und werden hoffentlich für eine stabile Defensive sorgen.
Die Personalie Christian O'Sullivan bleibt jedoch weiterhin ein zentrales Thema. Der Kapitän, der seit 2016 zum Kader des SCM gehört, steht vor dem Auslaufen seines Vertrages im Sommer 2026. Während Bergendahl seinen Vertrag langfristig verlängert hat, stehen die Zeichen für Zehnder und Zechel nicht gut, da diese ebenfalls den Verein verlassen werden. Gisli Kristjansson hingegen hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2030 verlängert, womit der Verein einen wichtigen Baustein für die Zukunft sicherstellen konnte.
Bennet Wiegert erklärte Bartholds Abgang pragmatisch: „Er hat uns super geholfen, aber für ihn wird es jetzt einfach schwierig werden, einen Kaderplatz zu ergattern und auch Spielanteile zu bekommen.“ Die Konkurrenz im linken Rückraum ist schlichtweg zu groß, da Musche und Mertens langfristige Verträge besitzen.
Die Veränderungen im Kader sind somit umfangreich und zeigen, dass der SC Magdeburg seine Mannschaft gezielt verstärkt und gleichzeitig auf die Zukunft vorbereitet. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich das neue Team in der kommenden Saison präsentieren wird.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit Kuzmanovic erhält der SCM einen Torwart, der in der letzten Saison in Gummersbach durchschnittlich 35 Prozent der Bälle parierte. Ein wichtiger Faktor für die Defensive des Teams.
