Skilanglauf-überraschung: hennig dotzler kämpft sich trotz ski-chaos in die top 10
Olympia-marathon mit kuriosen zwischenfall und starker schwedin
Mailand Cortina 2026 – Trotz eines unerwarteten „Ski-Diebstahls“ während des Rennens zeigte sich die deutsche SkilangläuferinKatharina Hennig Dotzler stark und belegte einen beachtlichen neunten Platz beim Olympia-Marathon über 50 Kilometer. Die Premiere dieser Distanz war von einem kuriosen Vorfall und dem klaren Sieg der Schwedin Ebba Andersson geprägt.
Andersson feiert ihren ersten olympiasieg
Ebba Anderssonsicherte sich die Goldmedaille mit einer beeindruckenden Leistung. Acht Tage nach ihrem Sturz in der Staffel ließ sie ihren Konkurrentinnen keine Chance. Sie distanzierte die Norwegerin Heidi Weng und die Schweizerin Nadja Kälin deutlich. Andersson zeigte nach 30 Kilometern die entscheidende Attacke und baute ihren Vorsprung bis ins Ziel weiter aus.
Der ski-vorfall: ein ungewöhnlicher moment
Für Katharina Hennig Dotzler verlief das Rennen alles andere als reibungslos. Nach knapp der Hälfte der Distanz nahm die russische Läuferin Darja Neprjajewa versehentlich die Ski der deutschen Athletin. Die DSV-Techniker reagierten schnell und stellten neue Ski bereit, doch der Zwischenfall sorgte für Aufregung. „Sowas habe ich auch noch nicht erlebt. Das lässt den Puls höher schlagen“, kommentierte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF.
Schlickenrieder vergleicht vorfall mit formel 1
Schlickenrieder verglich die Situation humorvoll mit einem Boxenstopp in der Formel 1: „Das war, wie wenn in der Formel 1 der Ferrari in der Boxengasse zu McLaren fährt.“ Trotz des Vorfalls konnte Hennig Dotzler ihre Leistung bringen und sich im Mittelfeld behaupten. Ihre Zeit betrug am Ende 2:25:16 Stunden, was fast neun Minuten Rückstand auf Andersson bedeutete.
Kritik an der distanzanpassung
Die Erhöhung der Distanz von 30 auf 50 Kilometer für Frauen hatte im Vorfeld für Kritik gesorgt. Katharina Hennig Dotzler hatte geäußert, dass die Streckenanpassungen nichts mit Gleichberechtigung zu tun hätten. Auch Peter Schlickenrieder teilte diese Meinung: „Das hat sich irgendein Schlaumeier einfallen lassen. Am Ende des Tages gewinnt nach 30 km die, die auch nach 50 km gewinnt.“
Ergebnisse im überblick
| Platz | Athletin | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Ebba Andersson | Schweden | 2:15:30 |
| 2 | Heidi Weng | Norwegen | 2:17:45 |
| 3 | Nadja Kälin | Schweiz | 2:22:11 |
| 9 | Katharina Hennig Dotzler | Deutschland | 2:25:16 |
Der Sieg von Ebba Andersson ist ein Triumph nach einer turbulenten Woche. Die Athletin profitierte auch vom Verzicht ihrer erkrankten Teamkollegin Frida Karlsson. Das Rennen zeigte einmal mehr, dass im Skilanglauf alles passieren kann und dass auch unerwartete Ereignisse Teil des Sports sind.
