Ski-chaos bei olympia: deutsche läuferin um ski gebracht – schwedin feiert gold
Olympia-marathon sorgt für kuriositäten und starke leistungen
Pyeongchang, 22. Februar 2026 – Beim erstmals ausgetragenen 50-Kilometer-Marathon bei den Olympischen Spielen sorgte ein ungewöhnlicher Vorfall für Aufsehen: Die russische Langläuferin Darja Neprjajewa griff versehentlich die Ski der deutschen Läuferin Katharina Hennig Dotzler. Trotz dieses „Ski-Diebstahls“ zeigte Hennig Dotzler eine starke Leistung und beendete das Rennen auf einem respektablen neunten Platz.

Ebba andersson triumphiert nach silbermedaillen
Das Gold ging an Ebba Andersson aus Schweden, die acht Tage nach ihrem dramatischen Sturz im Staffelrennen einen klaren Sieg errang. Sie distanzierte Heidi Weng (Norwegen) und Nadja Kälin (Schweiz) deutlich. Andersson setzte sich nach 30 Kilometern mit einem entscheidenden Angriff durch und überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 2:15,3 Minuten auf Weng und sogar 6:41,5 Minuten auf Kälin.

Ungewöhnlicher skiwechsel wirbelt rennsituation auf
Der Vorfall mit Neprjajewa hatte zwar keine entscheidende Auswirkung auf das Rennergebnis, sorgte aber für Verwirrung. Die DSV-Techniker reagierten schnell und stellten Hennig Dotzler umgehend neue Ski zur Verfügung. „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Das lässt den Puls höher schlagen“, kommentierte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF und verglich die Situation mit einem Formel-1-Boxenstopp, bei dem ein Ferrari versehentlich zum McLaren fährt.
Streckenlänge und kritik an der fis
Erstmals in der olympischen Geschichte liefen die Frauen 50 Kilometer, nachdem der Weltverband FIS die Distanzen für Männer und Frauen zur Saison 2024/25 angeglichen hatte. Diese Anpassung stieß jedoch auf Kritik. Katharina Hennig Dotzler hatte im Vorfeld erklärt: „Die Streckenanpassungen haben für mich nichts mit Gleichberechtigung zu tun.“ Auch Schlickenrieder äußerte sich skeptisch: „Das hat sich irgendein Schlaumeier einfallen lassen. Am Ende des Tages gewinnt nach 30 km die, die auch nach 50 km gewinnt.“
Hennig dotzler kämpft trotz rückschlag
Trotz des Ski-Wechselfehlers zeigte Hennig Dotzler eine kämpferische Leistung. Nach 2:25:16 Stunden lag sie fast neun Minuten hinter Andersson. Sie bewies, dass sie trotz der unerwarteten Umstände in der Lage ist, sich auf höchstem Niveau zu behaupten. Die Top-10-Platzierung ist ein bemerkenswerter Erfolg für die deutsche Langläuferin.
Andersson profitiert von karlssons ausfall
Ebba Andersson profitierte auch vom Startverzicht ihrer erkrankten Teamkollegin Frida Karlsson. Dieser Umstand erleichterte ihren Weg zum Gold natürlich. Nach zweimal Silber in dieser Woche konnte sie endlich die Spitze des Podiums erklimmen und ihren ersten olympischen Titel feiern.
Ergebnisse im überblick
| Platz | Athletin | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Ebba Andersson | Schweden | 2:25:16 |
| 2 | Heidi Weng | Norwegen | 2:27:31,3 |
| 3 | Nadja Kälin | Schweiz | 2:31:57,5 |
| 9 | Katharina Hennig Dotzler | Deutschland | 2:34:25 |
