Sinner wirft doppel raus – konzentration voll auf machac oder cerundolo
Monte Carlo – Jannik Sinner spart sich den Doppel-Stress. Wenige Stunden vor den Achtelfinals des Rolex Monte-Carlo Masters zog sich der Weltranglistenerste gemeinsam mit Zizou Bergs aus dem Wettbewerb zurück. Grund: Beide wollen ihre Kräfte bündeln – Sinner trifft im Einzel auf den Sieger der Partie zwischen Francisco Cerundolo und Tomas Machac, Bergs fordert Alexander Zverev.
Keine extrarunde für sinner und bergs
Die Entscheidung fiel kurz nach Mitternacht, bestätigte Bergs’ Vater via Sozialer Medien und das ATP-Büro binnen Minuten nach. Das Match gegen Guido Andreozzi und Manuel Guinard entfällt, die beiden Routiniers rutschen ohne Schlägerbewegung ins Viertelfinale. Für Sinner war es die einzig logische Konsequenz: „Wenn du um jeden Ball im Sand kämpfen musst, kannst du dir keine zweite Zerreißprobe leisten“, sagte ein Mitglied seines Teams im Tunnel von Court Rainier III.
Die Zahl spricht Bände: Seit 2021 haben nur zwei Spieler das Monte-Carlo-Double aus Einzel und Doppel gewonnen – und beide danach früh in Madrid ausgeschieden. Sinner will dieses Schicksal verhindern. Sein letztes Sand-Match gegen Cerundolo endete 6:4, 6:3 in Rom, doch Machac zeigte in diesem Frühjahr eine Sprintform, die selbst Carlos Alcaraz „ungemütlich“ nannte.

Bergs fordert zverev – und die uhr tickt
Während Sinner noch abwartet, steht Bergs bereits heute Mittag auf dem Court. Der Belgier spielte bisher nur ein Mal gegen Zverev – 2022 in Wien, eine Dreisatz-Niederlage nach 2:41 Stunden. Seitdem hat Bergs seine Vorhandgeschwindigkeit um 8 km/h gesteigert, wie Daten von Tennis-Insights zeigen. Doch Zverev kommt frisch von einem 6:7, 7:5, 6:3-Marathon gegen Cristian Garin, der ihn bis kurz vor Mitternacht auf dem Court hielt. Kurze Erholung, lange Behandlung. Wer hier die Nerven behält, bestimmt auch die Story des Tages.
Die Absage des Doppel-Wettbewerbs sorgt für ein Novum: Zum ersten Mal seit 2019 steht in Monte Carlo kein italienisch-belgisches Paar mehr im Rennen. Die Fans reagierten gemischt. Auf der Tribüne von Court des Princes kamen Pfiffe, auf Twitter Jubel – denn jeder weiß: Ein frischer Sinner ist auf Sand tödlicher als jede Doppel-Strategie.
Die Konsequenz ist klar: Entweder Cerundolo oder Machac bekommt heute einen Gegner, der keine unnötige Rallye mehr gespielt hat. Und Bergs? Er kann mit dem Rücken frei angreifen. In Monaco zählt nur der nächste Schritt – und der führt direkt ins Viertelfinale.
