Sinner rückt nach 18 uhr ein – miami plant um den weltmeister
Miami – 18 Uhr Ortszeit, Hitze, Schweiß und ein Jannik Sinner, der noch nie gegen Damir Dzumhur gespielt hat. Die Organisatoren des ATP-1000-Turniers haben die Karten neu gemischt: Der Weltranglistenzweite eröffnet die Prime-Time-Session im Stadium Court, direkt nach Jessica Pegulas Auftaktdoppel mit Francesca Jones.
Italiens letzte hoffnung im einzel
Während Cobolli, Darderi und Arnaldi bereits die Koffer packen, trägt Sinner allein die Fahne des „Tricolore“. Sein Debüt in diesem Jahr in Miami fällt auf einen Samstag, der sonst den US-Fans gehört – doch der Titelverteidiger zieht. Dzumhur, 32, bosnischer Sandplatzspezialist, wird auf Hartplatz zum Testlauf für Sinners Vorhand-Bomben.
Die Logik des Turniers: Medwedew bekommt die Nachtschicht, Zverev folgt um Mitternacht gegen den 19-jährigen Wildcard-Kid Martin Damm jr. – ein Generationenduell, das die Tickets teurer macht als der tropische Wind.

Errani und paolini vor dem showdown auf court 3
Kurz vor Sinner, 17.30 Uhr italienische Zeit, rollt der Doppelball. Sara Errani und Jasmine Paolini treffen auf Shuko Aoyama und Ulrikke Eikeri. Beide Teams kennen sich aus dem Fed-Cup-Feuer, doch in Miami zählt nur, wer zuerst die Linie trifft. Die Italienerinnen haben 14 Minuten Vorsprung – genug, um die Tribünen zu füllen, bevor der Champion eintrifft.
Die Wetter-App zeigt 29 Grad und 70-prozentige Luftfeuchtigkeit. Die Bälle fliegen schneller, die Beine schwerer. Sinner kennt die Bedingungen – er gewann hier 2024, ohne Satzverlust. Dzumhur war damals schon in der Quali gescheitert. Jetzt steht er vor dem größten Match seiner Karriere und vor einem Publikum, das nur einen Namen skandiert: „Yannik!“
Die Uhr tickt. Die Sonne sinkt hinter dem Hard-Rock-Stadion. Um 18 Uhr wird der Centre-Court zur Glotze – und die nächste Runde beginnt, ohne dass jemand fragen muss, wer der Favorit ist.
