Sinner: rückkehr nach london – „ein paar dinge liefen schief, aber es war eine unglaubliche saison bisher“

London – Jannik Sinner ist zurück auf dem Platz. Nach seiner frühen Ausstiegs bei den French Open und der anschließenden erzwungenen Pause bestritt der Weltranglistenerste ein erfolgreiches Comeback beim „Giorgio Armani Tennis Classic“ in London. Mit einem klaren 6:3, 6:3-Sieg gegen Cameron Norrie demonstrierte er seine Form und gab Einblicke in die schwierige Phase nach Paris.

Die belastung nach roland garros: mehr als nur eine niederlage

Die belastung nach roland garros: mehr als nur eine niederlage

Die Niederlage gegen Juan Manuel Cerundolo in Roland Garros war für Sinner offenbar ein Schock. „Es war schön, mal komplett vom Tennis abzuschalten“, gestand der Italiener im Gespräch mit Supertennis. Die darauffolgenden zehn Tage im Kreise seiner Familie und Freunde dienten der Regeneration und mentalen Erholung. Doch die Frage nach den Ursachen für seinen frühen Ausscheiden bleibt offen. „Wir haben viel darüber gesprochen, ob es an der hohen Belastung zuvor gelegen haben könnte“, so Sinner. „Es ist schwer zu sagen. Jeder Tag ist anders, und wenn man an manchen Tagen ein paar Dinge falsch macht, bezahlt man dafür.“

Die Vorbereitung auf Wimbledon läuft auf Hochtouren. Sinner betonte, dass er „viel Zeit für die Vorbereitung hatte, mit viel körperlicher Arbeit“ und sich „in guter Form, wieder sehr stark“ fühlt. Die ersten Matches werden sicherlich herausfordernd sein, besonders auf einer Oberfläche, die er seit einem Jahr nicht mehr gespielt hat. Doch die Vorfreude auf Wimbledon ist groß.

„Ich erinnere mich auch daran, dass es bisher eine unglaubliche Saison war, mit so vielen gewonnenen Spielen und großen Turnieren“, relativierte Sinner die Enttäuschung von Paris. Er zeigte sich selbstbewusst und blickte nach vorne. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf Wimbledon, wo er seine Dominanz im Herren-Tennis erneut unter Beweis stellen will. Es bleibt abzuwarten, ob er seine Form aus den vorherigen Turnieren wiederfinden kann und den Titel verteidigen wird.

Die Worte des Nummer 1 der Welt lassen auf eine gewisse Besinnung schließen. Nach einer Phase der Reflexion und Erholung scheint Sinner bereit, die Herausforderungen des Grases anzunehmen und seine Ambitionen in Wimbledon zu verfolgen. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte des Weltranglistenersten fortschreibt.