Italienische basketball-szene auf dem move: zwei neue teams in rom?
Die italienische Basketball-Liga steht vor einer überraschenden Zeitenwende. Nach der Vergabe einer Lizenz an eine Investorengruppe um Luka Doncic und Donnie Nelson droht nun ein weiterer Neuzugang in der Hauptstadt Rom – und das unter höchst turbulenter Umständen. Giuseppe Nigro von der Gazzetta dello Sport enthüllt ein komplexes Netz aus Transfers, Verhandlungen und überraschenden Wendungen, das die Liga in Aufruhr versetzt.
Triest, brescia und ein schachzug von paul matiasic
Im Zentrum des Geschehens steht Paul Matiasic, der aktuelle Eigentümer von Triest. Er plant, seine Rechte an Brescia zu nutzen, um ein zweites Team in Rom zu installieren. Die Anfrage für den Transfer von Brescia nach Rom soll bereits gestern eingegangen sein, was eine rasche Entscheidung der Liga zur Folge haben könnte. Bereits am Freitag oder spätestens am Montag wird ein außerordentlicher Bundesrat einberufen, um den Transfer offiziell zu ratifizieren. Die Frist für die Anmeldung zum Liga-Spielbetrieb läuft bis Dienstag, was den Druck auf alle Beteiligten weiter erhöht.
Doch die Geschichte ist komplexer. Triest selbst kämpft mit Problemen bei der Stadtverwaltung und erwägt einen Umzug nach Gorizia. Matiasic scheint jedoch, wie es heißt, bereits einen Ausweg gefunden zu haben: die mögliche Veräußerung von Triest an Richard De Meo, einen ehemaligen Eigentümer und langjährigen Geschäftspartner.
Ein bemerkenswertes Detail: Brescia, einst Finalist der letzten Saison, scheint ebenfalls nicht ungeschoren davonzukommen. Es wird über die Akquisition weiterer Rechte gesprochen, um den Basketball in der Stadt am Leben zu erhalten. Die Verhandlungen zwischen Matiasic und dem Brescia-Eigentümer Mauro Ferrari scheinen jedoch festgefahren zu sein, trotz offensichtlicher Absprachen, die bereits während der Viertelfinalserie gegen Triest getroffen wurden.

Unerwartete entwicklungen in brescia: cda-erneuerung und champions league-anmeldung
Die Lage in Brescia spitzt sich weiter zu: Ein ungewöhnlicher Wechsel im Vorstand (CDA) mit dem Ausscheiden der Präsidentin Bragaglio wirft zusätzliche Fragen auf. Besonders überraschend ist die späte Anmeldung für die Champions League, da Brescia traditionell auf die Teilnahme an europäischen Wettbewerben verzichtet.
Die Kombination aus Matiasics Manövern, der Anmeldung von Triest und die überraschenden Entwicklungen in Brescia haben die FIBA Europe gezwungen, die Veröffentlichung der Teilnehmerliste für die BCL zu verschieben. Reggio Emilia und voraussichtlich Varese aus den Qualifikationsspielen stehen den italienischen Teams am nächsten.
Die Liga scheint flexibel zu agieren: Sollte Brescia beispielsweise vor dem eigentlichen Transfer nach Rom noch eine andere Lösung finden, wird die Anfrage nicht zwingend verworfen. Die Möglichkeit eines Derbys in Rom, das seit dem Rückzug von Virtus im Dezember 2020 fehlt, rückt damit in greifbare Nähe.
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Ob sich die Pläne von Matiasic bewahrheiten und Rom tatsächlich zwei neue Basketball-Teams begrüßen kann, bleibt abzuwarten. Die Fans dürfen sich auf eine spannende und unvorhersehbare Entwicklung freuen.
