Sgv freiberg: traum von 3. liga in gefahr – adigo-schock!
Die Aufstiegshoffnungen des SV Freiberg in der Regionalliga Südwest drohen zu platzen. Nach einer verkrampften Leistung gegen den TSV Steinbach Haiger, die mit einer deutlichen 1:3-Heimniederlage endete, muss der Verein nun auch den Ausfall von Leistungsträger Ryan Adigo verkraften – ein schwerer Schlag auf dem Weg in Richtung Heilbronner Frankenstadion.

Mentalität gefragt: lushtaku fordert reaktion
Trainer Kushtrim Lushtaku zeigte sich nach dem Spiel sichtlich unzufrieden. "Der unbedingte Wille hat gefehlt," kritisierte er die Leistung seiner Mannschaft. "Das ist bitter, wo es um alles geht.“ Die Freiberger haben in den letzten Wochen überraschend viele Punkte liegen lassen und den Vorsprung auf den ärgsten Verfolger, SG Sonnenhof Großaspach, verspielt. Der frühere 14-Punkte-Vorsprung auf den Aufsteiger ist mittlerweile auf drei Zähler geschrumpft – vor dem direkten Duell am Mittwoch in Großaspach.
Die Tordifferenz, ein weiterer wichtiger Faktor im Aufstiegskampf, hat sich durch die Niederlage gegen Steinbach Haiger zusätzlich verschlechtert. Sonnenhof Großaspach profitierte gleichzeitig mit einem deutlichen 4:1-Sieg beim FC Bayern Alzenau und zog damit an Freiberg vorbei.
Der Ausfall von Ryan Adigo, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat, trifft das Team zusätzlich hart. Adigo, der im Sommer gemeinsam mit Abou Ballo vom 1. FC Lokomotive Leipzig nach Freiberg kam, brachte wertvolle Erfahrung und Qualität mit. Das Verletzungspech des SGV scheint kein Ende zu finden.
Doch Lushtaku gibt die Hoffnung nicht auf. „Ich möchte das mental hinbekommen, denn ich weiß, was die Jungs können,“ betonte er. „Wir müssen die Blockade überwinden. Wenn du aufsteigen willst, musst du durch das dunkle Tal.“ Die kommenden Spiele gegen Mainz 05 II und Sandhausen werden zeigen, ob der SGV seine Nerven behält und den Aufstiegsplatz doch noch verteidigen kann. Tino Bradara, der gegen Steinbach erste Spielpraxis sammelte, kündigte an: „Wir fahren nach Großaspach, um zu gewinnen und Druck aufzubauen.“
Die Abwehr, lange Zeit die beste der Liga, wackelte merklich. Die Chancenverwertung, ein ewiges Problem des SGV, ließ erneut zu wünschen übrig. Die Mannschaft muss nun zusammenfinden und ihre Stärken wiederfinden, wenn der Traum von der 3. Liga nicht endgültig zerplatzt.
