Sevilla stolpert in die abstiegsfalle – sow räumt debakel ein

Der Sevilla FC hat sich selbst ans Bein gepinkelt. Gegen Valencia patzte der Europa-League-Sieger von 2020 wie ein verunsicherter Aufsteiger, und Djibril Sow lieferte das offene Geständnis ab: „Die erste Halbzeit war sehr, sehr schlecht – so dürfen wir die nächsten neun Endspiele nicht bestreiten.“

Elf schüsse, null torschüsse: sevillas offensive bleibt blank

Elf schüsse, null torschüsse: sevillas offensive bleibt blank

Die Statistik ist grausam. Kein einziger Torschuss zwischen die Pfosten, 38 Prozent Ballbesitz, drei Geschenke nach Ballverlusten. Sow sprach es aus, was die Anhänger auf den Rängen schon während des Spiels skandierten: „Wir haben die Tore selbst geschenkt.“ Dabei hatte Trainer Quique Sánchez Flores die Mannschaft mit einer Dreierkette auf maximale Stabilität getrimmt – doch Stabilität ohne Druck ist nur rumstehen.

Rubén Vargas versuchte hinterher, die Wogen zu glätten. „Wir sind traurig, klar. Aber wir haben noch Chancen, das müssen wir uns ins Bewusstsein hammern“, sagte der Flügelstürmer. Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn Sevilla endlich Tore schießt – und zwar schnell. Die Gegner kommen aus dem unteren Tabellendrittel, doch selbst da warten Real Valladolid und Leganés auf Platz 17 und 18, beide punktgleich mit den Andalusiern.

Die Uhr tickt. Nach der Länderspielpause geht es nach Las Palmas, dann empfangen sie Barcelona. Wenn sich bis dahin nichts dreht, könnte der Klub am 35. Spieltag erstmals seit 1999 tatsächlich den Gang in die Segunda wagen. Die Fans haben schon ihre schwarzen Schals hochgezogen – nicht als Modestatement, sondern als Mahnmal. Denn die Angst vor dem zweiten Liga-Tod ist realer denn je.