Serena williams: comeback-thriller in wimbledon?
Der Tennis-Himmel erbebt! Serena Williams, die 23-malige Grand-Slam-Siegerin, ist zurück – und das nicht ohne Aufregung. Nach vier Jahren Pause wagt die Legende ein Comeback, das die Tenniswelt in Atem hält. Doch wie viel Wahrheit steckt hinter dem medialen Hype?
Die insider-wahrheit: ein langer weg zum comeback
Andrea Petkovic, ehemalige Top-Spielerin und heutige Expertin, war früh im Bild. „Vor acht, neun Monaten habe ich davon gehört, dass sie sich auf die Doping-Kontrollliste zurückgesetzt hat“, verrät sie. Die Unsicherheit war groß, die Gerüchte zahlreich. Erst die Sichtung im März in Miami, wo Williams täglich trainierte und ihre Freundin Renee Stubbs aus New York zur Unterstützung hinabflog, ließ aufhorchen. Schulterprobleme sorgten jedoch für Rückschläge und ein ständiges Auf und Ab.
Es war ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Medien, bis schließlich Aljoscha Thron, Turnierdirektor von Bad Homburg, die Katze aus dem Sack ließ: „Die Chancen sehen gut aus, aber nur im Doppel.“ Ein Hoffnungsschimmer für die Fans, doch das Einzel schien weiterhin in weiter Ferne. Doch dann, wie so oft bei Serena Williams, überschlugen sich die Ereignisse.

Comeback-verlauf: nerven und power
Petkovic beschreibt den Comeback-Verlauf als „ganz typisch“. Sie kennt es selbst von ihren Verletzungen: „Beim ersten Match erwartest du nichts, freust dich einfach nur, wieder da zu sein.“ In Queen’s zeigte Williams dann eine beeindruckende Leistung, servierte mit fast 200 km/h. In Berlin hingegen wirkte sie verunsichert, die Nerven standen ihr ins Gesicht geschrieben. Erst im Verlauf des Matches entfesselte sie ihre gewohnte Power.
Die Beinarbeit ließ noch zu wünschen übrig, aber im Doppel mit ihrer Schwester Venus kann sie sich optimal vorbereiten. „Serena fühlt sich natürlich wohler, wenn es Einzelballwechsel sind und sie viel schlagen kann“, erklärt Petkovic. Mit ihrer Schwester an ihrer Seite könnte sich das Duo zu einer ernsthaften Macht entwickeln.

Zverevs triumph: der druck ist vorbei?
Parallel zum Comeback von Serena Williams feiert Alexander Zverev seinen ersten Grand-Slam-Titel. Petkovic zeigt sich begeistert: „Es gibt keinen Tennisspieler, der das mehr verdient hätte!“. Seit seinem 18. Lebensjahr habe er alles diesem Ziel untergeordnet. Die Niederlagen in früheren Endspielen scheinen ihn gereift zu haben. „Der Druck, etwas beweisen zu müssen, war enorm. Ich hoffe, er kann diese Denkmuster jetzt ablegen und sich entspannen.“

Wimbledon-chancen: rasen ist nicht sein freund
Für Zverev stellt der Rasen eine besondere Herausforderung dar. Seine Größe von 1,98 Metern macht ihm das Spiel schwer. „Ich weiß, wovon er spricht“, erinnert sich Petkovic an ihre eigenen Schwierigkeiten mit Rasen. Doch mit jedem Match verändert sich die Oberfläche, wird „stumpfer“. Und sein Aufschlag bleibt ein Trumpf.
Die Entscheidung könnte von der Auslosung abhängen. Sollte er die ersten Runden überstehen und ein glückliches Los ziehen, könnte er in Wimbledon tatsächlich ein Wörtchen mitreden. Vor allem, wenn Jannik Sinner angeschlagen ist und Carlos Alcaraz ausfällt – dann blitzt ein echter Titelgewinn auf.
Serena Williams und Venus Williams: Ein Duo, das in Wimbledon richtig gefährlich werden könnte. Die Legenden haben bewiesen, dass sie immer noch zu den Besten gehören. Das Turnier verspricht Spannung pur!
