Jacobs auf dem weg zum titel: starker auftritt in paris!
Marcell Jacobs hat in Paris ein starkes Signal gesetzt und sich im Diamond League Meeting gegen hochkarätige Konkurrenz behauptet. Der Olympiasieger von Tokio zeigte eine beeindruckende Vorstellung und unterstreicht seine Ambitionen für die bevorstehenden Europameisterschaften.

Ein knappes rennen und neue bestzeit
Im Herzen von Paris, im Stadion Charlety, lieferten sich die Sprinter ein packendes Rennen. Trayvon Bromell aus den USA siegte mit 9,91 Sekunden, gefolgt von Noah Lyles mit 9,92 Sekunden. Jacobs landete mit einer Zeit von 9,96 Sekunden auf dem dritten Platz – seine beste Leistung seit den Olympischen Spielen und die zehnthöchste Zeit seiner Karriere. Die Bedingungen waren mit 29 Grad und 45% Luftfeuchtigkeit nicht ideal, aber dennoch sprinterschonend – ein Wind von 0,1 Metern pro Sekunde begünstigte die Athleten.
Besonders erfreulich für das deutsche Team: Jacobs verbesserte seine persönliche Bestzeit um drei Hundertstel Sekunden. Seine Technik wirkte flüssiger und entspannter als in Rom, wo er noch etwas aus der Spur geraten war. Ein entscheidender Faktor war seine Reaktion auf den Schuss, die zwar etwas langsamer war als in Rom, aber dennoch beeindruckend war. Im Laufe des Rennens zeigte Jacobs eine bemerkenswerte Steigerung, insbesondere in den letzten Metern, wo er den Südafrikaner Akani Simbine und Jordan Anthony überholte.
Die Konkurrenz war namhaft: Neben Bromell und Lyles standen Andre De Grasse, der kenianische Rekordhalter Ferdinand Omanyala und Jeremiah Azu aus Großbritannien an den Start. Jacobs’ Fähigkeit, diese Weltklasse-Sprinter zu übertreffen, ist ein klares Zeichen seiner Form.
Die Europameisterschaften in Birmingham Mitte August rücken näher, und Jacobs’ Leistung in Paris lässt optimistisch auf seine Titelverteidigungsambitionen blicken. Er wird bereits am Mittwoch im Meeting von Eisenstadt (Österreich) wieder in Aktion treten, um seine Form zu verfeinern. Auch wenn noch Luft nach oben ist, zeigt Jacobs, dass er bereit ist, in Birmingham Geschichte zu schreiben.
