Iran verpasst wm-hoffnung: schicksalsschlag nach bitterem unentschieden!

Los Angeles – Die iranische Nationalmannschaft hat eine Achterbahn der Emotionen erlebt, die in tiefer Enttäuschung endete. Nach einer turbulenten WM-Qualifikation und immensen Schwierigkeiten während des Turniers in den USA, schien es im letzten Gruppenspiel kurzzeitig Hoffnung auf den erstmaligen Einzug in die K.O.-Runde zu geben. Doch am Ende blieb nur blankes Entsetzen und der Verdacht auf Manipulation im Spiel.

Ein turnier voller hindernisse und politischer intrigen

Die Reise der iranischen Mannschaft zu dieser WM war von Anfang an von Problemen überschattet. Neben der anhaltenden politischen Krise im eigenen Land und den Visa-Verweigerungen für mehrere Spieler durch die Trump-Administration, kam es zu logistischen Problemen und Spannungen mit der iranischen Diaspora in den USA. Die kurzfristige Änderung des Basislagers und die Kontroversen rund um das Pride-Fest in Seattle, das von der islamischen Republik abgelehnt wurde, sorgten zusätzlich für Unruhe. Während Taremi und seine Kollegen sich gegen Ägypten abmühten, schien das Team mit dem eigenen Schicksal zu kämpfen.

Das bittere ende: ein 3:3, das alles zerstörte

Das bittere ende: ein 3:3, das alles zerstörte

Nach einem dramatischen Unentschieden gegen Ägypten, in dem ein Tor aufgrund von Millimetermasurungen aberkannt und die Latte getroffen wurde, gab es theoretisch noch die Chance, als Gruppendritter in die nächste Runde einzuziehen. Ghana musste gegen Kroatien gewinnen – und das geschah. Uzbekistan sollte gegen die Demokratische Republik Kongo mindestens ein Unentschieden erreichen, doch die Kongolesen drehten das Spiel und siegten. Der letzte Strohhalm: In der Partie zwischen Österreich und Algerien reichte es Iran, wenn eine der beiden Mannschaften gewinnt. Riyad Mahrez traf in der 93. Minute zum 3:2 für Algerien – ein Moment der Ekstase in Teheran. Doch nur drei Minuten später sorgte Sasa Kalajdzic mit seinem ersten Ballkontakt für das 3:3. Österreich und Algerien waren weiter, Iran ausgeschieden – ohne einen einzigen Punktverlust im Gruppenvergleich.

Die Enttäuschung im iranischen Lager war riesig. Trainer und Spieler standen fassungslos vor dem Fernseher, während das Team in Tijuana, Mexiko, das Spiel verfolgte. Der Vorfall hinterließ einen tiefen Eindruck und reiht sich in eine Reihe von unglücklichen WM-Auftritten ein. 2014 wurde der Traum durch Messi zerstört, 2018 scheiterte man an Portugal, 2022 an den USA. Diesmal fühlte sich das Ende noch bitterer an, inmitten der politischen Turbulenzen und der unzähligen Schwierigkeiten.

Der vorwurf der manipulation: ein beklemmendes gefühl

Der vorwurf der manipulation: ein beklemmendes gefühl

Nach dem Spiel herrschte im iranischen Team ein tiefes Misstrauen. Einige Spieler sprachen öffentlich von einem „Disaster“ und kritisierten die FIFA scharf. Taremi selbst forderte eine Untersuchung des Vorfalls und warf Gianni Infantino vor, Versprechungen nicht einzuhalten. Die Atmosphäre war von dem Verdacht durchzogen, dass im Spiel zwischen Österreich und Algerien etwas nicht stimmte – ein „Biscotto“, wie es im Fußballjargon genannt wird, also ein absprachebedingtes Ergebnis. Die Spieler waren sich einig: Dies war kein Zufall.

Nach dem Unentschieden gegen Ägypten hinterließ das Team in Seattle eine Botschaft auf einer taktischen Tafel: „Der Fußball ist mehr als nur ein Wettbewerb um das Ergebnis, er ist ein Test des Charakters.“ Doch hinter diesen Worten verbarg sich die Frustration über die Anfeindungen, die Sicherheitskontrollen, die kurzfristig geänderten Reisepläne und die Konfrontation mit iranischen Exilanten, die sich gegen das Regime in Teheran stellen.

Die iranische Fußballgeschichte ist geprägt von unglücklichen Momenten. Doch das Ende dieser WM-Beteiligung wirft lange Schatten und lässt die Frage offen, ob das Team jemals die Chance haben wird, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Die Reise geht nun zurück nach Mexiko, während die Enttäuschung in Teheran groß ist.