Schock in südkorea: präsident kritisiert wm-debakel – trainer schmeißt hin!

Seoul – Der WM-Traum geplatzt, die Nation enttäuscht: Südkorea steht nach einer desaströsen Vorrunde vor einem Umbruch. Zuerst die scharfe Kritik des Präsidenten, dann der überraschende Rücktritt des Nationaltrainers – die Reaktionen auf das vorzeitige Aus bei der Weltmeisterschaft überschlagen sich.

Präsident lee spricht klartext: „inakzeptables ergebnis“

Die Enttäuschung im südkoreanischen Präsidentenamt ist riesig. Lee Jae Myung nutzte die Plattform X, um seinen Unmut öffentlich auszudrücken. „Eine große Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde“, schrieb er und kündigte eine Reform der Sportverwaltung an. Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung des scheidenden Trainerteams.

Doch Lee ging sogar noch weiter und übte scharfe Kritik an der Personalpolitik innerhalb des Verbandes. „Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert“, so der Präsident, der damit indirekt auch die sportliche Führung des Verbandes ins Visier nahm.

Myung-bo hong tritt zurück: „aufrichtige entschuldigung“

Myung-bo hong tritt zurück: „aufrichtige entschuldigung“

Wenige Stunden nach der öffentlichen Zuspruch des Präsidenten folgte der Schock: Chefcoach Myung-bo Hong legte sein Amt nieder. Auf einer Pressekonferenz in Zapopan, wo das südkoreanische Team sein Trainingslager bezogen hatte, erklärte der 57-Jährige: „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück.“ Ein klares Eingeständnis der Verantwortung für die enttäuschende Leistung.

Die Vergabe der Startelf an Son Heung-Min hatte zu heftiger Kritik geführt. Der Ausfall des Starstürmers in der wichtigen Partie gegen Südafrika wurde von vielen Fans und Experten als fataler Fehler angesehen. Es bleibt abzuwarten, ob der Rücktritt des Trainers und die Ankündigung des Präsidenten tatsächlich zu einer nachhaltigen Reform der südkoreanischen Sportverwaltung führen werden.

Südkoreas Abschneiden mit lediglich einem Sieg (2:1 gegen Tschechien) und zwei Niederlagen gegen Mexiko (0:1) und Südafrika (0:1) reichte bei Weitem nicht aus, um das Sechzehntelfinale zu erreichen. Die interne Uneinigkeit zwischen Team und Medien, die sich im Turnierverlauf immer wieder offen manifestierte, trug zusätzlich zur angespannten Atmosphäre bei. Es bleibt zu hoffen, dass aus dieser Krise gelernt wird und die südkoreanischeNationalmannschaft gestärkt aus diesem Debakel hervorgeht. Die WM 2030 rückt bereits in greifbare Nähe.

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