Raducanu kämpft um wimbledon-start: fuß verletzt, hoffnung stirbt nicht!
Wimbledon steht vor der Tür, doch für Emma Raducanu könnte es ein Kampf werden. Die ehemalige US Open-Siegerin bangt um ihren Start in die diesjährige Turnierausgabe, nachdem sich eine Verletzung am rechten Fuß angekündigt hat. Ein Schatten liegt über dem No.1 Court, während die Britin alles daran setzt, am Montag gegen Antonia Ruzic antreten zu können.
Die zerrissenheit: raducanu zwischen hoffnung und zweifel
Die 23-Jährige schilderte in einer nachgeholten Pressekonferenz eine Situation, die sie zermürbt: „Ob man drin oder draußen ist, weiß man morgens nicht.“ Das Problem plagt sie bereits seit dem Ende der Sandplatzsaison, nachdem sie gerade erst von einer zweimonatigen Auszeit aufgrund einer postviralen Erkrankung zurückgekehrt war. Der Queen’s Club hatte bereits gezeigt, wie anfällig ihr Fuß ist, und nun droht eine erneute Enttäuschung.
Ein chaotischer Vorbereitungsprozess prägte die letzten Tage. Raducanu musste Trainingseinheiten abbrechen, und beim Einschlagen mit Anna Kalinskaya konnte sie ihren stark getapten Fuß kaum belasten. Nur eine einstündige Einheit mit ihrem Schlagpartner Alexis Canter, ohne große Laufarbeit oder Punktspielsimulationen, bot wenig Aufschlüsse darüber, ob ein Grand-Slam-Start realistisch ist.
Doch Raducanu weigert sich aufzugeben. Sie hat „über alles hinaus gepusht“, um für Wimbledon bereit zu sein, und setzt bis zur letzten Minute auf intensive Behandlung. Das Umfeld, das sie in dieser schwierigen Situation eng begleitet, gibt ihr Halt – eine mentale Stütze, angesichts der wiederkehrenden Rückschläge, die ihre Karriere bereits belastet haben. Die French Open im Mai hatten sie emotional mitgenommen, die Belastung durch die Verletzungen ist immens.

Ruzic wartet: eine außenseiterin mit unbändiger energie
Für Antonia Ruzic, die Gegnerin im Erstrundenmatch, bedeutet dies eine Chance. Die Kroatin geht als klare Außenseiterin in das Duell, bringt aber die Unbekümmertheit und Aggressivität eines jungen Spielers mit, der sich auf schnellen Belägen wohlfühlt. Ihre Aufstieg auf der WTA-Tour ist beeindruckend, und sie wird versuchen, die Situation von Raducanu auszunutzen.
Die Frage, ob Raducanu tatsächlich auf dem Rasen von Wimbledon stehen wird, bleibt bis kurz vor Matchbeginn offen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem sie ihre gesamte Kraft und Entschlossenheit bündeln muss. Die Tenniswelt hält den Atem an.
