Sensationell! di nenno und gonzález scheitern überraschend in ägypten

Ein Schock für die argentinische Padel-Szene: Momo González und Martín Di Nenno sind beim P2 in Ägypten bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Das Duo, das mit großen Erwartungen in das Turnier gestartet war, musste sich Javi García und José Jiménez in einem dramatischen Match geschlagen geben.

Die ausgangslage: erwartungen und realität

Die ausgangslage: erwartungen und realität

Ohne die Weltspitze Coello und Tapia war das Feld zwar offener, doch die Erwartungen an Di Nenno und González waren dennoch hoch. Sie hatten sich zu Beginn der Saison zusammengetan, nicht um unbedingt den Titel zu holen, aber um ein solides Team zu bilden, das immer wieder für Überraschungen sorgen kann. Bisher lief es jedoch alles andere als rund. Fünf Siege und fünf Niederlagen sprechen eine deutliche Sprache.

Die Bedingungen in Ägypten, insbesondere der Wind, machten den Spielern das Leben schwer. Die Doppelpaarung González/Di Nenno wirkte sichtlich unwohl, während García und Jiménez, die gemeinsam debütierten, von den äußeren Einflüssen profitierten. Jiménez, der zuvor lange mit Javi Barahona zusammen spielte, und García, dessen Drive zum linken Ausgangspunkt wird, zeigten ein überraschend starkes Zusammenspiel.

Der erste Satz deutete noch auf einen routinemäßigen Sieg von Di Nenno und González hin (6:3). Doch dann wendete sich das Blatt. García und Jiménez nutzten die Unkonstanz ihrer Gegner geschickt aus. Der ‘Renga’ – ein Spitzname, der hier wohl die fehlerhaften Schläge von Di Nenno beschreibt – leistete sich zahlreiche Fehler, und González fand selten die passende Antwort. Die Zahlen sprechen für sich: 6:2 und 6:3 im zweiten und dritten Satz. Ein deutliches Zeichen der Dominanz der Underdogs.

Die bisherige Saison: Ein fragwürdiges Kapitel

Die Niederlage in Ägypten ist nur der jüngste Tiefpunkt einer enttäuschenden Saison. Nach dem Ausscheiden in der ersten Runde in Cancún und dem Achtelfinal-Debakel in Riad, gab es zwar zwei Viertelfinalteilnahmen in Miami und Gijón, die aber eher dem Ranking als der aktuellen Form geschuldet waren. Der Gewinn des FIP Gold in Almaty hatte kurzzeitig Hoffnung geweckt, doch diese ist nun wieder verflogen.

Es bleibt abzuwarten, ob Di Nenno und González ihre Abstimmung finden oder ob die Trennung unausweichlich ist. Die Fans der argentinischen Padel-Szene hoffen auf eine baldige Trendwende. Denn die Qualität der Spieler ist zweifellos vorhanden – nur das Zusammenspiel scheint noch zu kurz zu kommen.

Die Niederlage gegen García und Jiménez ist eine weitere Hürde auf dem Weg zu einem erfolgreichen Projekt. Ob dieses Projekt jemals Gestalt annehmen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Weg ist noch lang und steinig.