Sensationell: bbl-star yebo schaltet real madrid aus!

Madrid bangt, die Basken haben Tränen in den Augen: Kevin Yebo von den Niners Chemnitz hat mit einer herausragenden Leistung Real Madrid aus den Playoff-Viertelfinals geworfen. Zum ersten Mal seit 15 Jahren muss sich der spanische Gigant ohne Titel begnügen – ein Schock für den spanischen Basketball.

Die königlichen in der krise: ein historischer tiefpunkt

Die Niederlage gegen La Laguna Teneriffa ist mehr als nur ein Ausscheiden; sie markiert den bitteren Abschluss einer Saison, die für Real Madrid alles andere als rund lief. Die „Königlichen“ – traditionell eine Macht im europäischen Basketball – haben die ACB-Saison ohne Titel beendet. Ein fast unglaublicher Umstand, der die Fans schockiert und die Verantwortlichen vor eine schmerzhafte Analyse zwingt.

Im entscheidenden dritten Spiel, vor heimischer Kulisse, schien die Madrider Defensive komplett von der Rolle. Die Mannschaft um den brasilianischen Star Facundo Campazzo, der die Niederlage offen gestand, fand kein Gegenmittel gegen das aggressive Spiel Teneriffas. „Heute haben wir versagt“, kommentierte Campazzo bedrückt.

Yebos glanzleistung: der matchwinner aus chemnitz

Yebos glanzleistung: der matchwinner aus chemnitz

Während in Madrid die Enttäuschung groß ist, wird in Chemnitz gefeiert – zumindest teilweise. Kevin Yebo, der ausgeliehene BBL-Star, präsentierte eine Leistung, die in die Geschichte eingehen wird. Mit 22 Punkten und sieben Rebounds war er, neben dem erfahrenen Patty Mills (29 Punkte), der Dreh- und Angelpunkt des Teneriffa-Teams. Trainer Txus Vidoretta, dessen Reaktion nach dem Spiel für Gesprächsstoff sorgte („Heilige Sch*e!“) lobte Yebo im Nachgang mit gewähltem Ton: „Kevin hat bislang nur gute Spiele absolviert, aber heute hat er wirklich alles gezeigt. Seine Leistung war heute nicht nur eine Zehn, es war eine Elf.“

Die Frage, ob Yebo kommende Saison in Chemnitz bleibt, schwebt indes wie ein Damoklesschwert über dem sächsischen Verein. Gerüchte über eine Rückkehr nach Spanien mehren sich, was die Verantwortlichen vor eine Zerreißprobe stellen dürfte.

Teneriffa im halbfinale: ein historischer erfolg

Teneriffa im halbfinale: ein historischer erfolg

Für La Laguna Teneriffa ist der Einzug ins Halbfinale der ACB ein historischer Erfolg. Ein Meilenstein, der mit dem Erreichen des Copa del Rey-Finales vergleichbar ist, aber laut Vidoretta dennoch die Basketball Champions League-Titel in den Hintergrund treten lässt. „Es ist sicherlich der größte Erfolg in der ACB, zusammen mit dem Finale der Copa del Rey. Aber die Titel in der Basketball Champions League sind mir immer noch lieber“, so der Coach.

In Madrid hingegen beginnt die schmerzhafte Aufarbeitung der Saison. Die Ausfälle von Edy Tavares, Usman Garuba und Alex Len spielten zwar eine Rolle, doch Sergio Scariolo sieht das Desaster tiefergehend: „Wir waren bis zum Final Four in der EuroLeague sehr gut. Wir haben die ACB dominiert, sind ins Euroleague-Finale gekommen. Das Pokalfinale haben wir verloren, aber dafür muss man sich erst einmal qualifizieren. Seitdem ging es für uns bergab. Es gibt Dinge, die wir verdauen und verbessern müssen, besonders in der defensiven Facette.“

Die Niederlage gegen Teneriffa ist somit ein Weckruf für Real Madrid. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse ziehen können, um die „Königlichen“ wieder an die Spitze zu bringen. Denn eines ist klar: In der Welt des Profi-Basketballs gibt es keine Gnade.